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Brasilien: CDU – Busenwerbung bringt Schlagzeile, Zeca Schall bleibt unbekannt

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Datum: 13. August 2009
Uhrzeit: 14:15 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Medien in Brasilien berichten über Busen im CDU-Wahlkampf

Die Dekolleté-Wahlwerbung von Vera Lengsfeld hat es auch in die brasilianischen Medien geschafft. Mehrere grosse Online-Magazine übernahmen heute einen entsprechenden Bericht von BBC Brasil. Die CDU-Direktkandidatin Lengsfeld wirbt im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin auf dem umstrittenen Plakat gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für Wählerstimmen bei der in gut 6 Wochen stattfindenden Bundestagswahl.

Beide Frauen sind dabei mit grossem Dekolleté zu sehen. Das bekannte Oberweiten-Foto von Merkel stammt aus dem vergangenen Jahr bei der Eröffnung der Olsoer Oper, Lengsfeld hat eigenen Angaben zufolge die Rechte daran erworben. Auf der Fotomontage zeigt sie sich mit einem ähnlich tiefen Ausschnitt und dem Slogan: „Wir haben mehr zu bieten – CDU“. Das Plakat sei in Eigeninitiative entstanden, so die 57-jährige, um in dem von Grünen-Urgestein Ströbele dominierten Wahlkreis Aufmerksamkeit zu erregen. Merkel soll von der Aktion erst erfahren haben, als die Plakate bereits an den Strassenlaternen hingen.

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Über Zeca Schall ist jedoch nichts zu lesen

Ganz anders im Fall von Zeca Schall. Der CDU-Politiker und Integrationsbeauftragte der Christdemokraten in Thüringen bleibt im grössten Land Südamerikas weiter unbekannt. Der farbige deutsche Staatsbürger, der 1988 aus Angola in die damalige DDR kam, war zumindest heute den Medien keine einzige Zeile wert. Dabei wäre es durch seine Herkunft aus einem portugiesischsprachigen Land und der ihm begegneten offenen Fremdenfeindlichkeit wohl eher eine Schlagzeile wert als der Ausschnitt zweier reiferer Damen.

Schall wurde jüngst im Wahlkampf von der rechtsextremen NPD aufgefordert, in sein Heimatland Angola zurückzukehren. Die für ihre hetzerischen Parolen bekannte Partei präsentierte dabei Plakate mit der Aufschrift „Gute Heimreise, Zeca!“, betitelte ihn als „CDU-Quotenneger“ und fuhr sogar zum Privathaus Schalls, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft Jena gegen die Aktivisten. Der heute 44-jährige, der 2004 in den Kreistag von Hildburghausen gewählt wurde, steht nun rund um die Uhr unter Polizeischutz. In der kommenden Woche wird mit Angela Merkel auf ihrer Wahlkampftour zusammentreffen.

Fotos: Screenshot BBC Brasil, Divulgação

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