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Präsidentschaftskandidatin Dilma Rousseff an Krebs erkrankt

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Datum: 25. April 2009
Uhrzeit: 21:31 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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rousseffBrasiliens mächtigste Frau Dilma Rousseff ist an Krebs erkrankt. Die Ministerin im Präsidialamt unterzog sich bereits vor Tagen einem rund 45-minütigen Eingriff, bei dem ein Tumor in ihrer linken Achselhöhle entfernt wurde. Laut den behandelnden Ärzten wurde das Geschwulst während einer Routineuntersuchung vor gut drei Wochen im Lymphsystem festgestellt.

Die Wunschkandidatin Lulas für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr muss sich nun einer Chemotherapie unterziehen, die mindestens vier Monate dauern soll. Da der Tumor im Frühstadium erkannt und entfernt wurde, liegen die Heilungschancen jedoch bei über 90 Prozent.

Rousseff selbst hatte zuvor über keinerlei Symptome registriert. „Ich fühle mich sehr gut, was das Widersprüchliche an dieser Krankheit ist. Ich kann nur jedem empfehlen, Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen“ erklärte sie auf einer Pressekonferenz im syrisch-libanesischen Krankenhaus in São Paulo. „Wir haben einen Check-Up gemacht und das Geschwür entdeckt.“ Der Tumor hatte laut dem Herzspezialisten Roberta Kalil, der neben der Ministerin auch Staatspräsident Lula behandelt, einen Durchmesser von rund 2 Zentimetern und wurde bei einer Tomographie des Herzbereiches festgestellt. Rousseff lässt nach eigenen Angaben alle zwei Jahre entsprechende Vorsorgeuntersuchungen vornehmen.

Die resolute 61-jährige will jedoch auch während der Chemotherapie weiter ihre Aufgaben wahrnehmen. Seit Jahresbeginn hat sie ihre politischen Terminkalender massiv erweitert und steht daher auch immer öfter in der Öffentlichkeit. Selbst beim Treffen von Staatspräsident Lula mit dem frischgewählten US-Präsidenten Barack Obama im Weissen Haus war sie anwesend. Ende vergangenen Jahres geriet sie zudem aufgrund eines Faceliftings in die brasilianischen Schlagzeilen.

Aus allen politischen Lagern wurden heute nach Verkündung der Erkankung der Ministerin Genesungswünsche bekannt. Staatspräsident Lula hat noch letzten Informationen allerdings bereits vor gut einer Woche von dem Eingriff erfahren und gab zunächst keine Stellungnahme ab. Finanzminister Guido Mantega, der sich derzeit in Washington aufhält, zeigte sich überrascht von der Meldung. Zugleich bekräftigte er seine Überzeugung, dass die Erkrankung der politischen Karriere der ehrgeizigen Ministerin nicht beeinträchtigen werde. Noch deutlicher äusserte sich der Kongressabgeordnete José Eduardo Cardozo von Lulas Arbeiterpartei PT in Bezug auf die Präsidentschaftswahl 2010: „Sie ist unsere Kandidatin!“

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