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Faber-Castell in Brasilien

Datum: 23. April 2006
Uhrzeit: 16:12 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Faber-Castell kennt jeder. Und jeder hat auch schon einmal einen Bleistift oder Buntstift des Traditionsunternehmens in den Händen gehalten. Und wie die Zeitschrift „natur+kosmos“ in ihrer Maiausgabe 2006 berichtet, produziert heute die brasilianische Tochtergesellschaft des Familieinunternehmens 1.5 Milliarden Stifte im Jahr. Und zwar mit Holz aus eigenen Plantagen, welche bereits vor 20 Jahren begonnen wurden, ökokogisch „hochzuziehen“. So sollte sichergestellt werden, dass der Weltmarktführer für Stifte seinen Holzbedarf langfristig selbst decken kann. Und zwar nach umweltfreundlichen Kriterien. Denn das Holz sei nach den internationalen Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert und wird mit hohen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Standards produziert. Und darum werden die Stifte auch nur mit umweltfreundlichem Wasserlack gefärbt.

Doch nicht nur die Natur wird geschützt, auch die Angestellten profitieren vom Unternehmen. Mitarbeiter erhalten mehr Lohn als im brasilianischen Landesdurchschnitt, können sich kostenlos fortbilden und beispielsweise im firmeneigenen Freizeitclub Sport treiben. Dies wird ermöglicht aufgrund der international gültigen Sozialcharta des Unternehmens, welche im Jahre 2000 unterzeichnet wurde und auf der Webseite des Unternehmens wie folgt beschrieben wird:

Die „Sozialcharta Faber-Castell“

Als eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt hat sich Faber-Castell seit Genera-tionen in besonderer Weise für die Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens engagiert. Schon Mitte des 19. Jh. wurden diverse soziale Einrichtungen ins Leben geru-fen, wie eine der ersten Krankenkassen (1844) und einer der ersten Kindergärten (1851) in Deutschland. Für die Mitarbeiter wurden Werkswohnungen gebaut, für Kinder Schulen gegründet und Bibliotheken eingerichtet.

Als jüngste soziale Maßnahme unterzeichnete Faber-Castell im März 2000 gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Metall eine weltweit gültige „Sozialcharta“, die in ihrem Umfang mit zu den ersten international gültigen Vereinbarungen ihrer Art gehört.

Die „Sozialcharta Faber-Castell“ gewährleistet Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen, wie sie von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) empfohlen werden.

Sie umfasst unter anderem das Verbot von Kinderarbeit, die Chancengleichheit und Gleichbehandlung der Mitarbeiter ungeachtet der Rasse, der Religion, des Geschlechts und der Nationalität, die Gewährleistung sicherer und hygienischer Arbeitsbedingungen, die Zahlung angemessener Löhne bei anständigen Arbeitsbedingungen etc.

Diese freiwillige Vereinbarung gilt weltweit für alle Gesellschaften der Faber-Castell Unternehmensgruppe. Der Verhaltenskodex ist plakativ in allen Faber-Castell-Unternehmen in den jeweiligen Sprachen ausgehängt und somit auch von allen Mitarbeitern jederzeit überprüfbar.

Die Überwachung des Verhaltenskodex erfolgt innerhalb der Faber-Castell-Gruppe durch unser integriertes Managementsystem FABIQUS (= Faber-Castells Integriertes Mana-gementsystem für Qualität, Umwelt und Soziales). Darüber hinaus kontrollieren alle zwei Jahre auch die Gewerkschaft IG Metall und der Internationale Bund der Bau- und Holz-arbeiter (IBBH) die in der Sozialcharta vereinbarten Standards.

Die grösste Auslandsniederlassung von Faber-Castell befindet sich in Brasilien. 2.500 Mitarbeiter sind an 2 Produktionsstandorten in São Carlos, im Bundesstaat São Paulo sowie in 4 regionalen Verkaufsbüros in São Paulo, Rio de Janeiro, Curitiba und Recife beschäftigt. Die in Brasilien produzierten Stifte werden in knapp 70 Länder exportiert. Und zur Holzproduktion in Brasilien schreibt die Website des Unternehmens folgendes:

Weltweit einzigartiges Wiederaufforstungs-Projekt – bei FABER-CASTELL Brasilien

Im Gegensatz zur europäischen Holzstiftindustrie, die vorwiegend nordamerikanisches Zedernholz verwendet, nutzt das brasilianische FABER-CASTELL-Unternehmen zur Herstellung der über 1,5 Mrd. Stifte pro Jahr eine einheimische Piniensorte (pinus caribea). Die karibische Pinie ist eine Baumart, die schnellwüchsig, relativ anspruchslos und leicht nachzuziehen ist. Bis zur Schlagreife benötigt sie nur 10 – 14 Jahre.

Täglich verarbeitet das brasilianische FABER-CASTELL-Werk rund 450 Kubikmeter Pinien-Holzstämme , aus denen 6 Mio. Blei- und Farbstifte pro Tag entstehen. Dieser immense und in den kommenden Jahren weiter wachsende Holzbedarf erfordert eine langfristig angelegte, ökonomisch wie ökologisch vernünftig durchdachte Holzversorgung.

Um von Holzlieferanten weitgehend unabhängig zu sein und gleichzeitig dem weiter wachsenden Bedarf an Holzmengen gerecht zu werden, hat FABER-CASTELL vor mehr als einem Jahrzehnt in einem Pionierprojekt damit begonnen, auf ehemaligem Weideland mit schlechtem Sandboden ein in der Branche einzigartiges Wiederaufforstungsprojekt ins Leben zu rufen. Die genutzten Flächen (Bundesstaat Minas Gerais) befinden sich in der sogenannten „brasilianischen Savanne“ – mehr als 2.500 km vom Amazonas-Regenwald entfernt – und umfassen derzeit rund 10.000 Hektar.

Unter Einsatz moderner Plantagentechnik und unter Berücksichtigung von vorhandener Flora und Fauna ist ein vorbildliches Forstprojekt mit ökologisch gesichertem Kreislauf entstanden. Mit rund 1 Mio. Pinien-Setztlingen pro Jahr sorgen Saatbetrieb und Baumschule in Prata/Minas Gerais für den gesicherten Nachwuchs der Bäume auf allen geernteten Flächen. Ab dem Jahr 2004 steht FABER-CASTELL vollständig eigenes nachgewachsenes Holz zur Verfügung.

Nachtrag: Das Copyright auf der Faber-Castell Homepage finde ich klasse:

© 1761-2006 Faber-Castell Aktiengesellschaft

(via Flensburg Online)

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