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Pro Homo-Ehe: Politischster Pfarrer Brasiliens des Amtes enthoben

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Datum: 27. Februar 2009
Uhrzeit: 17:30 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Luiz Couta ist Pfarrer und Politiker zugleich (Foto: Divulgação/ABr)

In Brasilien ist der katholische Pfarrer Luiz Couto vom Erzbischof seiner Diözese suspendiert worden, da er sich in seiner Funktion als Abgeordneter des brasilianischen Parlaments in einem Zeitungsbericht gegen das Zölibat, die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und die Benutzung von Kondomen ausgesprochen hatte. In den 75 Gemeinden der Diözese darf der „geistliche Politiker“ nun nicht mehr predigen, taufen oder Ehen schliessen. Couto gehört Lulas Arbeiterpartei PT an und sitzt seit 2007 im brasilianischen Abgeordnetenhaus. Sein Mandat läuft bis 2011.

Der Erzbischof von Paraíba, einem im Nordosten des Landes gelegenen Bundesstaat, Aldo Pagotto, verteidigte die „vorläufige Amtsenthebung“ Coutos im Hinblick auf die Position des Vatikans. Die Ausführungen des Padre zur Benutzung von Kondomen und Duldung homosexueller Beziehungen seien konträr zu der Politik des heiligen Stuhles in Rom. Man könne dies auf keinen Fall tolerieren. Allerdings werde Couto wieder alle Rechte erlangen, sobald er sich öffentlich von seinen Aussagen distanziere.

Couto wiederum erklärte, er habe diese Äusserungen als Politiker und nicht als Geistlicher getroffen. Zudem sei er bislang nicht offiziell von der Entscheidung des Erzbischofs informiert worden. „Ich werde weiter Messen feiern, ich kann dies auch in meinem Haus tun, mit meinen Freunden. Vor allem wurde mir das Recht, Gottesdienste abzuhalten, unwiderrufbar verliehen, dies kann mir niemand wegnehmen“ so der Padre weiter. Er betonte zudem, dass er auf keinen Fall ein Kampf gegen die Doktrinen seiner Kirche führen würde.

Das Verbot gilt zunächst nur für die 75 Gemeinden, denen der Erzbischof vorsteht. Um in anderen Pfarreien Messen zu lesen, benötigt Couto jedoch die Genehmigung der jeweiligen Diozöse.

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