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Brasilianische Rubbellose

Datum: 12. April 2006
Uhrzeit: 13:54 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Auch hier in Brasilien wird Lotto gespielt wie verrückt. Staatlich geordnet und verordnet. Verschiedene Tipsysteme locken den Gewinnsüchtigen jede Woche erneut in die Annahmestellen der Loteria Federal do Brasil. Und wenn man noch ein bisschen Kleingeld übrig hat, wird noch schnell ein Rubbellos gekauft. 50 Centavos (ca. 0.20 €) Einsatz muss man hinlegen, will man den Hauptgewinn von 5.000 R$ (knapp 2.000 €) vielleicht direkt sein eigen nennen. Dreimal muss der entsprechende Betrag im aufgerubbelten Feld erscheinen, dann hat man genau diesen gewonnen.

Doch sieht man sich die Rückseite seines Loses einmal genauer an, dann stellt man fest, dass die Chancen nicht besonders gross sind, den Hauptgewinn zu ziehen. Von der mir vorliegenden Serie wurden ganze 12 Millionen Lose erstellt, und auch wenn es 100 Gewinner der 5.000 R$-Prämie gibt, die meisten gehen wohl – wie überall auf der Welt – leer aus. Bei 14% oder 1.680.000 Losen bekommt man wenigstens seinen Einsatz wieder. Doch die Erfahrung zeigt, dass dieser Gewinn eigentlich nie ausgezahlt wird. Der Spieler tauscht ihn einfach gegen ein frisches Los ein.

Nun habe ich einmal gerechnet: 12 Millionen Lose bringen 6 Millionen R$ (ca. 2.400.000 €). Gesamt an Gewinnen ausgezahlt werden 2.179.335 R$ (ca. 865.000 €). Ergibt eine Differenz zu den Einnahmen von 3.820.665 R$ (ca. 1.500.000 €). Nun ziehen wir noch die Herstellungs- und Distributionskosten ab und stellen fest: Gewinnen tut wie immer nur einer – der Staat!

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Hebinho

    Hmm, ich suche immer noch nach dem Verwerflichen an dieser Sache? Kann eigentlich nichts finden, denn bei Abzug der Kosten kommt eine Gewinnausschüttung von etwa 50% heraus. Und den Gewinn, der der Caixa verbleibt, steckt sich Lula bestimmt nicht in die Tasche! Funktioniert auch nicht anders, als in anderen Ländern oder zum Bleistift in D. Wenn es bei der Caixa – und allgemein – etwas zu bemängeln gäbe, dann sind das m.E. nach die viel zu hohen Kreditzinsen oder das hiesige Steuersystem!

    In dem Zusammenhang daran denken:
    Am 28.4.2006 ist „Schicht“ für die 2005er Steuererklärung („declaracao de insento“ per Internet um 20 Uhr, aber wetten, dass schon lange vorher die Website der Receita Federal „dicht“ ist?). Wer danach abgibt: Strafe von rund R$ 150, bei Steuerschuld sogar bis zu 20% der zu zahlenden Steuer!

  2. 2
    Careca

    Ein Schüttelreim aus Russland:
    Er rubbelte nur zu gern am Rubbellos und schon war er seine Rubel los.

  3. 3
    digdigger

    @Careca: Da schüttelt es mich wahrlich, wenn du reimst! :mrgreen:

  4. 4
    Careca

    Heiss ich etwa Stefan Reim?
    Und dann war noch der Werbespruch der westdeutschen Lotteriegesellschaft zu den Rubbellosen:
    „Rubbel dir einen!“ :>>

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