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WM 2014: Brasilien hängt Zeitplan hinterher

Datum: 27. August 2008
Uhrzeit: 16:44 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Spezialisten und Offizielle der Bereiche Tourismus, Sport, Ingenieurwesen und Architektur sind am gestrigen Dienstagabend in São Paulo zusammen getroffen, um über die Vorbereitungen für die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 zu disktutieren. Sie kamen zu folgendem Ergebnis: Brasilien hängt dem Zeitplan hinterher.

Laut dem Präsidenten der nationalen Architekten- und Ingenieurs-Kammer SINAENCO, José Roberto Bernasconi, haben die derzeitigen Kandidaten für die Austragungsorte nicht einmal Stadien, welche die Fifa-Anforderungen erfüllen, geschweige denn eine vernünftige Infrastruktur für die Fans.

Seiner Aussage nach dürfen die Fehler der pan-amerikanischen Spiele im vergangenen Jahr nicht wiederholt werden, also die Bauarbeiten extrem in Rückstand gerieten, am Ende mehr Geld kosteten als geplant und die Stadt nicht verbesserten. Die Regierung hat laut Bernasconi damals die Chance versäumt, ein sauberes Rio de Janeiro zu realisieren.

Der Präsident der Tourismusbehörde von São Paulo, Caio Luiz de Carvalho erklärte als Vetreter der Millionenmetropole und des Bundesstaates, dass man „im Rückstand sei“. Allerdings sei noch genügend Zeit vorhanden. Carvalho wies jedoch auch darauf hin, dass die Fussball-Weltmeisterschaft das ganze Land betreffen würde, im Gegensatz zu anderen Grossveranstaltungen wie die Pan 2007, die Formel 1 oder die Olympiade, die nur in einer einzigen Stadt ausgetragen werden. Daher müsse die Regierung und die Ministerien in die Planungen eingreifen. Andernfalls werde die Chance, auch in der Zukunft Gastgeber von Grossveranstaltungen zu sein, zunichte gemacht. Rio de Janeiro bewirbt sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2016.

Der Tourismusexperte erläuterte zudem die riesigen wirtschaftlichen Chancen einer Ausrichtung. In Deutschland haben sich 18 Millionen Zuschauer an der Weltmeisterschaft erfreut und sollte Brasilien nur 15 Millionen Fans begrüssen, die jeweils 1.500 Dollar ausgeben, könne man sich ausrechnen, wie die brasilianische Wirtschaft davon profitieren würde. Rio de Janeiro bewirbt sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2016.

Ricardo Texeira als Präsident des brasilianischen Fussballverbandes CBF war der Einladung zu der Diskussionsrunde nicht gefolgt. Gründe für sein Fernbleiben sind nicht bekannt.

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