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Meine ganz private Paypal – Lösung in Brasilien

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Datum: 12. Juli 2007
Uhrzeit: 01:30 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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paypal_fragezeichen.jpgErinnert ihr euch an die Diskussion „Das Paypal-Problem in Brasilien„? Eine echte Lösung habe ich immer noch nicht gefunden. Aber durch die freundliche Hilfe eines ‚brasilblog‘-Lesers habe ich nun einmal den grössten Teil des Geldes, welches sich dort angesammelt hatte, auf mein brasilianisches Konto transferiert.

Erforderlich war natürlich, dass derjenige zwei Eigenschaften aufweist. Er benötigt einen europäischen Paypal-Account mit daran verknüpfter Bankverbindung im gleichen Land (also z.B. Deutschland) sowie ein brasilianisches Konto bzw. die Möglichkeit, brasilianische Reais in Brasilien auf mein Konto einzuzahlen. Die zweite Eigenschaft ist natürlich, dass er – wohnhaft in Brasilien – das Geld in Europa überhaupt verwenden kann. Er verdient sein Geld ja hier und was will er dann mit Geld in Deutschland? Normalerweise wird das Geld ja immer von Deutschland oder aus anderen Ländern nach Brasilien versendet (wie ja auch in meinem Fall).

Auf jeden Fall hatte er mich nach der Diskussion hier im Blog, welche auch in verschiedenen Foren geführt wurde angeschrieben und mir das angeboten. Ich kenne zwar seine Motive nicht, habe aber logischerweise diese freundliche Hilfe angenommen.

Insoweit habe ich ihm 900 Euro von meinem internationalen (brasilianischen) Paypal-Account auf seinen europäischen Paypal-Account transferiert. Dafür wurden ihm als Empfänger 35 Euro abgezogen, die ich selbstverständlich bezahlen muss. Er selbst kann dieses Geld nun kostenfrei auf sein deutsches Bankkonto transferieren. Kurzum, er hat in diesem Augenblick 865 Euro kostenfrei von Brasilien nach Deutschland geschickt.

Wir sind nun hingegangen und haben den Yahoo!-Wechselkurs verwendet und den Betrag in Real umgerechnet. Waren in diesem Fall bei 2.60 R$ / Euro dann 2.248 R$. Sobald Geld ein brasilianisches Konto verlässt (egal ob Überweisung oder Abhebung), fällt eine Steuer names CPMF an. Diese beträgt 0.38 Prozent des Betrages und wird direkt dem Konto belastet. In unserem Fall waren das ca. 9 R$, die wir ebenfalls noch abgezogen haben. Die verbleibenden 2.239 R$ konnten dann von einem Banco do Brasil – Konto in Rio de Janeiro auf mein Banco do Brasil – Konto in Toledo kostenfrei überwiesen werden. Das Geld wird übrigens sofort gutgeschrieben, sprich innerhalb von einer Stunde hätte ich es schon abholen können.

Interessant ist ja nun, wer daran verdient hat. Die deutsche Bank berechnet maximal den Buchungsposten (wenn er nicht sogar kostenlos ist). Die brasilianische Bank berechnet lediglich die CPMF beim Absender und dann wieder, wenn über das Geld verfügen will.

Bleibt Paypal. Und die haben in diesem Fall doppelt verdient. Und beides mal an mir. Jede Transaktion, die bei mir aus dem Ausland eingeht, wird mit 3.9 Prozent plus 0.35 Euro berechnet. Ich hatte acht Zahlungseingänge, sprich 36.50 Euro prozentual plus 2.80 Euro (8x 0.35 Euro), in Summe also 39.30 Euro wurden mir an Gebühren beim Empfang abgezogen. Und mein freundlicher Helfer mit seinem deutschen Account bekam ebenfalls die sogenannte „cross border transaction fee“ in Höhe von 3.9 Prozent plus 0.35 Euro abgezogen, in Summe 35.45 Euro. Macht zusammen 75.35 Euro, die Paypal da geschluckt hat. Und da rechne ich gar nicht die Monate mit ein, in denen das Geld da rumlag und Paypal damit arbeiten konnte.

Aber im Endeffekt ist für mich nur eines interessant. Meine „Verdienste“ kumuliert lagen bei 940 Euro, auf meinem Konto gutgeschrieben bekam nun ich 2.239 R$! Macht einen Wechselkurs von 2.3819 R$ / Euro. Die Differenz zum aktuellen Kurs beträgt damit rund acht Prozent.

Warum also habe ich es gemacht? Erinnern wir uns an die Diskussion und den damaligen Artikel. Ich hatte Paypal, SiliconAction und Xoom verglichen und kam auf Prozentwerte zwischen 11.1 und 16.5 Prozent, die ich letztendlich verliere. Nun sind es lediglich rund 8 Prozent gewesen. Die knapp 4 Prozent „Empfangsgebühr“ sind natürlich in allen Zahlen jetzt mit eingerechnet.

Für mich ist Paypal eine sehr teure Angelegenheit, wenn man es nicht nur im eigenen Land macht. Paypal scheint eine schöne Lösung zu sein, wenn man lediglich kostenlos Geld einbezahlt und dann ohne weitere Kosten im Internet bezahlt. Aber selbst für deutsche Paypal-Nutzer liegt der Empfang von Geld aus Deutschland mit 1.9 Prozent plus 0.35 Euro auch noch in einem vertretbaren Rahmen. Aus anderen europäischen Ländern muss man schon 3.4 Prozent plus 0.35 Euro und wie in meinem Fall aus nichteuropäischen Ländern 3.9 Prozent plus 0.35 Euro bezahlen.

Ich für meinen Teil werde mir nun keine grösseren Beträge mehr per Paypal schicken lassen und mein restliches Guthaben für Internet-Transaktionen nutzen. So habe ich z.B. erst vor 2 Tagen wieder sehr unkompliziert die Domain http://www.brasilienmagazin.net registrieren lassen und die Jahresgebühr inkl. einem kleinen Webhosting-Paket von 12 U$-Dollar per Paypal bezahlt. Besser gehts nicht! Nur mache ich das halt nicht im grossen Rahmen, dass es sich lohnen würde, hunderte von Euros dort draufzupacken.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Careca

    Seitdem Paypal zur Bank wurde, ist es für mich weniger interessant geworden. 🙁

  2. 2
    rallep

    wieso??? gebeuhren waren auch schon vorher faellig, andert sich doch nichts,

  3. 3
    Name und Anschrift der Redaktion bekannt

    Suchet nicht nach Motiven…
    Es gibt auch Menschen, die nach dem abendländischen, christlichen Glauben handeln:
    Hilf, so wird Dir geholfen!

    Mir ist schon so oft und ohne Aufhebens geholfen worden, die Waage muss im Gleichgewicht bleiben. Und: wir armen Schweine in Brasil müssen uns doch gegenseitig beiseite stehen. Außerdem soll Dein Kind ja nicht Hunger und Durst erleiden.

    abraços
    Name und Anschrift der Redaktion bekannt

  4. 4
    Mario Lenitz

    PayPal bleibt dennoch eines der schnellsten und bequemsten Zahlungsmittel weltweit. Ist meine bescheidene Meinung. Vorteil ist weiterhin, dass man keine Kreditkarte benötigt. Ist zwar von vorteil aber nicht zwingend notwendig.

  5. 5
    Name und Anschrift der Redaktion bekannt

    Oi Mario!

    Öhöm, schnell? 5 Werktage um vom Paypal auf das eigene Girokonto zu überweisen? Und das bei den hohen Gebühren? Also entweder Gebühren und dann bitte fix überweisen ODER günstig, dann kann es von mir aus auch dauern. Aber bitte nicht teuer nd langsam. So wird PP nur eine Notlösung bleiben nach dem Tenor: nur wenn´s wirklich nicht anders geht. Wie die TAP bei den Fluggesellschaften ;-))