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7 Tonnen Fisch in Wasserkraftwerk verendet

Datum: 02. April 2007
Uhrzeit: 21:13 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Es ist ein unglaublich trauriger Anblick. Über zehntausend Fische treiben tot an der Wasseroberfläche und bislang weiss niemand genau wieso.

Wir sind im Norden von Minas Gerais, am Wasserkraftwerk Três Marias. Der Fluss, der die Turbinen antreibt heisst Rio São Francisco. Ein ehemaliges Paradies, welches das Land von Nord nach Süd durchquert. Und viele Anwohner ist es zugleich der Arbeitsplatz. Allein in der Region des Kraftwerkes sind 1.500 Fischer registriert.

Die staatliche Umweltstiftung des Bundesstaates (Feam) schickt nun einen Techniker an den Katastrophenort um die „Ursache des ökologischen Unfalls“ zu untersuchen. Seit Samstag sind dort rund 7 Tonnen Fisch ums Leben gekommen. Laut Aussage von Feam wurden die Fische in einem Brunnen im unteren Teil des Kraftwerks gefunden. Vermutlich sind sie durch die Turbine dort hineingelangt und im späteren Verlauf durch akuten Sauerstoffmangel erstickt.

Die Betreibergesellschaft, der Elektroversorger Cemig bestätigte, dass rund 10 Tonnen Fisch in den Turbinenbereich gelangten und dort verrückt spielten. Die Verantwortlichen haben nach eigenen Angaben dann sofort mehrere Ventile geöffnet um mit erhöhten Wasserdruck die Fische herauszuspülen, für rund 7 Tonnen der Flussbewohner kam diese Massnahme jedoch zu spät.

Der Grossteil der gestorbenen Fische war kleinerer Natur, hauptsächlich die Arten Mandi, Matrichã und Dourado. Für die Fischer der Region eine Katastrophe. Auf Monate hinaus dürfen sie sich nun auf geringere Fänge einstellen, wenn nicht die Umweltbehörden ein temporäres Fangverbot verhängen.

Cemig erklärte zudem, dass “der Unfall nicht mit fehlerhaften Wartungsarbeiten zusammenhängt”. Die Fische, so stellte sich inzwischen heraus, kamen über eine Turbine in das Kraftwerk, welche derzeit für Wartungsarbeiten abgeschaltet ist.

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