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Hälfte der Brasilianer lebt von 187 Euro im Monat

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Armut ist in Brasilien mehr die Regel als die Ausnahme (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 08. Februar 2018
Uhrzeit: 19:14 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar

Die Hälfte der Brasilianer müssen mit einem Einkommen von weniger als dem ohnehin geringen Mindestlohn auskommen. Zu dem Ergebnis kommt eine Stude des brasilianischen Statistikamtes IBGE. Nach dieser hat das Durchschnittseinkommen von 50 Prozent der Bevölkerung lediglich 747 Reais (umgerechnet derzeit etwa 187 Euro) im Monat betragen.

Der großen Zahl von Geringverdienern steht hingegen ein Prozent von Superverdienern gegenüber. Deren Einkommen ist laut IBGE 36,3 Mal so hoch. Einen Monatslohn von 27.085 Reais (etwa 6.788 Euro) erhalten nur 889.000 der Brasilianer.

Noch düsterer sieht es aus, werden die fünf Prozent mit den niedrigsten Monatseinkommen betrachtet. Ihnen stehen gerade einmal 73 Reais (etwa 18 Euro) zur Verfügung. Betroffen sind davon 4,445 Millionen Arbeiter, wie es vom Statistikamt heißt.

Werden alle Löhne zusammengezählt. Hat das reale Durchschnittseinkommen 2016 pro Kopf gerade einmal 1.242 (etwa 311 Euro) betragen. Lediglich bezogen auf die Arbeitnehmer liegt es bei 2.149 Reais (etwa 538 Euro). Allerdings gibt es in dem Land mit kontinentalen Ausmaßen extreme Unterschiede. Am geringsten fällt der Verdienst mit 772 Reais (etwa 193 Reais) im Norden und Nordosten aus.

Nach Aussagen des IBGE-Mitarbeiters Cimar Azeredo ist Brasilien eins der Länder der Welt mit der größten Ungleichheit bei den Einkommen. Dass es mit der Wirtschaft und der Entwicklung nicht vorangeht, liegt seiner Meinung nach an dem großen Unterschied zwischen Viel- und Normalverdienern.

Das Gesamteinkommen aller im Jahr 2016 wird mit 255,1 Milliarden Reais angegeben. 43,3 Prozent davon gehen an die zehn Prozent der am meisten Verdienenden. 80 Prozent der Bevölkerung muss hingegen 40,8 Prozent dieses Kuchens unter sich aufteilen. Damit stehen 12,4 Millionen Vielverdiener einer Menge von 99,2 Millionen Brasilianern gegenüber, die gemeinsam weniger verdienen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    caratinga

    In Brasilien arm geboren, arm gestorben.
    Der Fehler liegt in der Politik Struktur des Landes.
    Eine Schule und Ausbildung die ein gutes Niveau hat, mit Aussicht ein späteres gutes Leben kostet 2-3 Mindestgehälter.
    So trifft der erste Satz zu.
    Dazu kommt noch das die meisten Brasilianer nicht richtig sprechen und rechnen können, dazu gehört auch Lula.
    Und deren Regierungszeit wurden die Reichen bzw. seine Untergebenen noch Reicher, und den Armen blieb Borsa Familia.
    Für die Infrastruktur hat die PT NICHTS gemacht, nur die Korruption verzehnfacht.
    Für mich ist die PT eine Kriminelle Organisation gleich wie Maffia, eben Kommunisten