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Forscher entdecken „Superpalme“

palmfrucht

Die Früchte der Macaúba-Palme sind vielfältig nutzbar (Foto: Handout)
Datum: 07. Mai 2017
Uhrzeit: 11:15 Uhr
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Brasilianische Forscher haben eine „Superpalme“ ausgemacht, deren Früchte für die Ernährung von Mensch und Tier, die Gewinnung von Bio-Treibstoffen und ebenso in der Kosmetik eingestzt werden können. Noch ist die vielversprechende Pflanze ein Geheimtipp, in den aber bereits auch deutsche Firmen investieren.

„Macaúba“ (Acronomia aculeata) heißt die fünf bis 15 Meter hoch wachsende in Brasilien heimische Superpalme, die durch ihre bestachelten Stämme und Blätter auffällt. Ein enormes Potential steckt in ihren Früchten, von denen alles genutzt werden, selbst die harte Schale. Von den inneren Fruchtkernen lässt sich ein edles Öl für die Küche gewinnen. Das Fruchtfleisch kann wiederum sowohl in Polpe als auch Biodiesel verwandelt werden.

Was nach dem Auspressen übrig bleibt, gilt als wertvoller Proteinbeitrag in der Tierernährung. Aus den harten Schalen der kleinen Kokosnüsse ließe sich wieder Aktivkohle für Filter herstellen. Selbst Blätter und Stämme könnten aufgrund ihrer Fasern industrielle genutzt werden. Mit ihrem Wurzelsystem verbessert die Macaúba-Palme zudem den Boden. Besonders auf großen und degradierten Weiden sehen die Forscher deshalb einen gewinnbringenden Einsatz.

Noch ist in Brasilien das mit viel Agrochemie angebaute Soja die Hauptquelle für Bio-Treibstoffe. Während die gelbe Bohne jedoch nur 600 Kilogramm Öl pro Hektar abwirft, sollen es bei der Macaúba-Palme drei bis vier Tonnen sein.

Anders als die Dendê-Palme wächst die Macaúba-Palme auch auf trockenen Böden und mit weniger Niederschlägen. Ihr kommerzieller Nutzen ist bisher dennoch auf kleinere Projekte und die familiäre Landwirtschaft beschränkt. Im Bundesstaat Minas Gerais hat beispielsweise ein deutsches Unternehmen 2.000 Hektar Weiden mit der Superpalme bestückt.

Um Anbau und Nutzung der Macaúba-Palme stärker zu fördern, ist für Juni jedoch ein Seminar geplant.

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