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Brasilien und USA wollen wirtschaftliche Beziehungen stärken

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Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff und US-Präsident Barack Obama wollen stärker zusammenarbeiten (Foto: Roberto Stuckert Filho/PR)
Datum: 01. Juli 2015
Uhrzeit: 22:01 Uhr
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Brasilien und die USA wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbauen. Beim Besuch von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff in den Vereinigten Staaten haben sich beide Staatsoberhäupter für Handels- und Visumserleichterungen ausgesprochen. Unterzeichnet haben Rousseff und Obama zudem einen Kompromiss, nach welchem Brasilien in den kommenden 15 Jahren 120.000 Quadratkilometer Wald aufforsten, die illegale Abholzung abschaffen und die erneuerbaren Energien ausbauen will.

Nachdem über Edward Snowden 2013 bekannt geworden war, dass die Geheimdienste der USA Gespräche und E-Mails der brasilianischen Präsidentin abgehört und gelesen hatten, wurde ein damals geplanter Besuch in Washington kurzerhand abgesagt. Von dem seinerzeit dadurch ausgelösten eisigen Klima war bei dem Treffen zwischen Obama und Rousseff nun nichts mehr zu spüren. Nach einem Besuch des Martin Luther King Jr. Memorials, einem gemeinsamen Abendessen und mehrstündigen Gesprächen absolvierten die beiden im Plauderton und sichtlich gut gelaunt eine Pressekonferenz. Obama stufte Brasilien dabei nicht als lokale Macht Südamerikas, sondern als globale Macht ein.

Selbst neue Enthüllungen im Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras konnten die Stimmung Rousseffs nicht trüben. Sie hatte sich im Vorfeld mit Unternehmern getroffen und dabei unter anderem den Infrastrukturplan Brasiliens vorgestellt, für den nun ausländische Investoren gesucht werden. Nach den Gesprächen mit Obama wurde dann auch eine Erhöhung des Handelsvolumens der beiden Länder angekündigt. Für den Import und Export von Waren soll es zudem Erleichterungen geben. Gleiches gilt für die Visumspflicht.

Für Brasilien ist das verbesserte Verhältnis mit den Vereinigten Staaten von großer Bedeutung. Das Land befindet sich in einer profunden Wirtschaftskrise mit steigenden Arbeitslosenzahlen, steigender Inflation, einer Rezession und sinkenden Investitionen. Erst unlängst wurden ebenso mit China mehrere milliardenschwere Abkommen unterzeichnet, von denen sich Brasilien eine Stärkung der eigenen Wirtschaft erhofft.

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