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Brasilien: Züge und U-Bahnen transportieren 3 Milliarden Menschen

metro

Brasiliens Züge und U-Bahnen sollen in diesem Jahr rund 3 Milliarden Passagiere transportieren (Foto: Lena Diaz/ Fotos Públicas)
Datum: 16. April 2015
Uhrzeit: 08:28 Uhr
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Die brasilianischen Züge und U-Bahnen haben im Jahr 2014 knapp drei Milliarden Menschen transportiert, wie aus einem Bericht der Transportvereinigung des Personenverkehrs (ANPtrilhos) hervorgeht. Die Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen auf Zug und Metro umsteigen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Zuwachs bei den Passagierzahlen von 4,4 Prozent verzeichnet worden. Allerdings ist bereits von einer Stagnation die Rede.

Während im Jahr 2013 noch 2,7 Milliarden Zug- und U-Bahnfahrer gezählt wurden, waren es 2014 bereits 2,9 Milliarden. Allerdings ist der Rhythmus der Zuwächse damit geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Nach Angaben der ANPtrilhos wurden in den Jahren von 2010 bis 2013 jeweils Steigerungen von zehn Prozent verzeichnet. Für 2015 wird davon ausgegangen, dass sich die Zahl der Passagiere auf drei Milliarden Menschen erhöhen wird.

Experten sehen darin ein Stagnieren, das wiederum auf mangelnde Investitionen in den Ausbau des Massentransportsystems zurückgeführt wird. Während die Nachfrage seitens der Bevölkerung groß sei, würden die Angebote durch Züge und U-Bahnen nicht entsprechend mitwachsen, so ANPtrilhos-Superintendentin Roberta Marchesi.

Im Jahr 2014 ist das ohnehin schon spärliche Eisenbahnnetz des riesigen Landes lediglich um 30 Kilometer erweitert worden, was einer Steigerung von drei Prozent entspricht. Bis 2020 werden 20 Projekte erwartet, mit denen das Streckennetz verbessert werden soll. Allerdings wird beim Verband ANPtrilhos davon ausgegangen, dass diese nicht ausreichend sein werden, um die große Nachfrage abzudecken. Von den 63 mittleren und großen Metropol-Regionen Brasiliens setzen bisher lediglich zwölf auf den Schienenverkehr.

Auch wenn Züge und Metro im Vergleich mit Personenkraftwagen weit vorne liegen, was die Transportkapazität pro Stunde betrifft, scheinen selbst Stau geplagte Metropolen wie São Paulo den Massentransport nicht genügend Ernst zu nehmen. So verfügt São Paulo bisher lediglich über eine U-Bahnstrecke von 75 Kilometern, während es in Mexico City 200 Kilometer sind.

Trotz aller Vorteile des Schienenverkehrs sieht der ANPtrilhos schwere Zeiten auf die Streckenbetreiber zukommen. Betroffen sind sie von besonders von den drastischen Strompreiserhöhungen der vergangenen Monate sowie erhöhten Abgaben bei den Löhnen.

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