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Wahlen in Brasilien kosteten 1,6 Milliarden Euro

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Die Wahlen in Brasilien schlugen 2014 nicht nur mit 1,6 Mrd. Euro zu Buche sondern hinterließen auch jede Menge Müll (Foto: Valter Campanato/Agência Brasil)
Datum: 02. Dezember 2014
Uhrzeit: 14:08 Uhr
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Noch nie ist bei einer Wahl in Brasilien so viel Geld ausgegeben worden wie in diesem Jahr. Insgesamt haben die Kandidaten in wenigen Wochen die stolze Summe von umgerechnet 1,64 Milliarden Euro ausgegeben. Etwa 60 Prozent davon gehen auf die Konten der drei großen Parteien, der unter anderem die Präsidentin Dilma Rousseff (PT) und ihr Gegenkandidat Aécio Neves (PSDB) angehören.

Während das Geld für den Druck von Propaganda, Transport, Reisen und die Bezahlung von Helfern ausgegeben wurde, hätten damit 76.000 Häuser für ärmere Bevölkerungsschichten oder viermal ein Fußballstadion wie das Itaquerão in São Paulo gebaut werden können. Am teuersten waren die Kandidaturen auf den Posten eines Landesabgeordneten, die 400 Millionen Euro summieren, gefolgt von den Gouverneuren (360 Millionen Euro) und den Bundesabgeordneten (330 Millionen Euro).

Wie schon in den vergangenen Jahren waren auch bei diesen Wahlen wieder die Privatunternehmen die großen Finanziers der Kampagnen. Zehn Unternehmen sind dabei für ungefähr ein Fünftel aller Wahlkampfkosten aufgekommen. Allen voran rangiert der Fleischriese JBS (Friboi), der seine Favoriten mit 130 Millionen Euro unterstützt hat. Die Firmengruppe Odebrecht hat den Wahlkampf mit 37 Millionen Euro gefördert, die Bank Bradesco beteiligte sich mit 33 Millionen Euro.

Das Thema der Parteienfinanzierung durch Privatunternehmen war schon während der Wahl ein Thema. Davon trennen wollen sich die Parteiriesen jedoch nicht wirklich. Seit Jahren kursieren im Senat und Abgeordnetenhaus Vorschläge zu einer Politreform, mit der auch die Regeln zur Parteienfinanzierung verändert werden sollen. Eingeschaltet hat sich ebenso bereits der Oberste Gerichtshof Brasiliens. Die Mehrheit der Obersten Richter hat dabei signalisiert, ein Ende der Firmenspenden zu unterstützen. Allerdings gibt es vom Kongress schon Gegenwind. Die Abgeordneten scheinen momentan noch mehrheitlich gegen ein Eingreifen des Obersten Gerichtshofes in politische Angelegenheiten zu sein.

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