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Technische Rezession: Brasiliens Wirtschaft schrumpft auch im zweiten Quartal 2014

Datum: 15. September 2014
Uhrzeit: 14:28 Uhr
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Brasiliens Wirtschaft befindet sich weiter auf Talfahrt. Finanzminister Guido Mantega musste nun endgültig einräumen, dass das Wachstum 2014 unter 1,8 Prozent liegen könnte. Anlass dafür sind die vom statistischen Amt IBGE vorgelegten Zahlen. Nach diesen wurde wie schon im ersten Vierteljahr 2014 nun auch im zweiten Quartal ein negatives Ergebnis verzeichnet.

Nicht zum ersten Mal muss die Regierung die Zahlen zum Wirtschaftswachstum anpassen. Wurde zunächst von einem Wachstum von 2,5 Prozent ausgegangen, wird nun davon ausgegangen, dass bis zum Jahresende auch die bereits nach unten korrigierten 1,8 Prozent nicht erreicht werden. Experten des Finanzmarktes gehen momentan lediglich nur noch von einer Zunahme von 0,7 Prozent aus.

Nach den bisher ermittelten Zahlen hat Brasilien in den ersten drei Monaten des Jahres Einbußen von 0,2 Prozent hinnehmen müssen. Von April bis Juni schrumpfte die Wirtschaft um 0,6 Prozent. Damit ist das Land in einer technischen Rezession. Finanzminister Mantega wiegelt indes ab, da es sich nicht um einen langfristigen Stillstand oder Rückgang der Wirtschaft handle. Er erwartet vielmehr eine positive Veränderung im dritten Vierteljahr und spricht davon, dass die Wirtschaft in Bewegung sei. Anders als bei einer Rezession sei in Brasilien die Arbeitslosigkeit zudem niedrig und die Einkommen würden nicht sinken.

Für die wirtschaftlichen Probleme im ersten Halbjahr macht Mantega unter anderem die Fußball-Weltmeisterschaft und die anhaltende Trockenheit verantwortlich. Durch die WM habe es weniger produktive Tage gegeben, so der Minister. Die Trockenheit hinterlasse ebenso ihre Spuren. Ernteeinbussen bei der Kaffee- und Zuckerproduktion seien nur zwei Beispiele. Darüber hinaus sei der Strompreis erheblich erhöht worden, da Mangels Regens die Wasserkraftanlagen weniger Energie produzieren. Aufgefangen wird dies momentan mit Hilfe der Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, deren Strom jedoch wesentlich teurer ist.

Laut IBGE haben zur Verringerung des Bruttoinlandsproduktes vor allem der Rückgang bei den Investitionen um 5,3 Prozent sowie der Rückgang der Industrieproduktion um 1,5 Prozent beigetragen.

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