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Brasilien verschlechtert sich beim internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit

industrie

Trotz milliardenschwerer Wirtschaftsförderung verliert Brasilien an Wettbewerbsfähigkeit (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 04. September 2014
Uhrzeit: 11:19 Uhr
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Brasilien verliert eine Position in der Rangliste der Wettbewerbsfähigkeit des Genfer Weltwirtschaftsforums. Nach dem von ihm vorgelegten Global Competitivness Report 2014-2015 liegt das südamerikanische Land nun auf Rang 57. Dass das Ergebnis schlechter ausgefallen ist als im Vorjahr, dazu haben unter anderem mangelnde Reformen und unzureichende Verbesserungen in Bereichen wie der Infrastruktur im Transportwesen beigetragen.

Analysiert hat das WEF insgesamt 144 Volkswirtschaften und sie in Bezug auf zwölf verschiedene Faktoren hin untersucht, unter anderem die Infrastruktur, Nachwuchsförderung und Innovationen. In den meisten Punkten konnte Brasilien allerdings keine Verbesserungen erzielen, sondern hat sich sogar noch verschlechtert.

Eine komplizierte Gesetzgebung für den Arbeitsbereich und eine hohe Bürokratie bremsen die Wirtschaft des Landes ebenso. Wer in Brasilien beispielsweise eine Firma gründen will, benötigt dazu nicht nur eine gute Idee und Investitionen, sondern vor allem auch viel Geduld. Etwa 100 Tage dauert es im Durchschnitt bis die Bürokratie durchlaufen ist und ein Geschäft tatsächlich eröffnet werden kann. Im internationalen Vergleich liegt Brasilien damit auf Platz 142 von 144 Rängen. Nicht gut sieht es ebenso bei der Produktivität und der Effizienz des Arbeitsmarktes aus. Dort nimmt es den 109. Rang ein.

Verbesserungen wurden laut dem Bericht im Bereich der Gesundheitsversorgung (Platz 77) und der Ausbildung erreicht, allerdings bezieht sich dies vor allem auf die Hochschulausbildung. Dort erreicht Brasilien mittlerweile immerhin den 41. Platz, während es bei der Grundschulausbildung auf dem 77. Rang liegt. Insgesamt gilt Brasilien jedoch als einer der größten Märkte weltweit. Immerhin erzielt das Land den neunten Platz bei der Größe des Verbrauchermarktes.

Zu dem Punkteverlust beigetragen hat laut dem Bericht auch die zunehmende Besorgnis über die Effizienz der Regierung und die Korruption. Auch die Makroökonomie wird als eins der Probleme angesehen. Sie hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert und schaffte dieses Jahr lediglich den 109. Platz.

Bei den BRICS-Ländern liegt Brasilien hinter China (Platz 28), Russland (Platz 53) und Südafrika (Platz 56). Indien steht indes auf Platz 71.

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