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Neues Wahlszenario nach Tod von Präsidentschaftskandidaten

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Eduardo Campos und Marina Silva (Foto: Agência Brasil)
Datum: 19. August 2014
Uhrzeit: 12:06 Uhr
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Nach dem Tod des Präsidentschaftskandidaten Eduardo Campos deuten neue Umfragen auf einen zweiten Wahlgang hin. Und diesen könnte die derzeit amtierende Präsidentin Dilma Rousseff sogar verlieren. Durchgeführt wurde die jüngste Erhebung vom Institut Datafolha, welches als neue Kandidatin die ehemalige Umweltministerin Marina Silva, angenommen hat. Campos war vergangene Woche bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

Erst am Mittwoch will der Parteienverband, dem Campos angehörte, seinen neuen Kandidaten für das Präsidentschaftsamt bekannt geben. Allerdings deutet vieles daraufhin, dass es sich dabei um Silva handeln wird, die bisher als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten von Campos im Rennen war. Auf diese Annahme stützte sich auch die Umfrage Datafolhas, die noch vor der Beisetzung Campos durchgeführt wurde.

Der Studie zu Folge würden im Oktober im ersten Wahlgang nach wie vor 36 Prozent für Dilma Rousseff stimmen. Unverändert ist ebenso die Zahl der 20 Prozent, die Aécio Neves ihre Stimme geben würden. Während Eduardo Campos im Juli acht Prozent der Wählerstimmen erhalten hat, erzielte Marina Silva bei der jüngsten Umfrage nun jedoch 21 Prozent. Profitiert hat die ehemalige Mitstreiterin des ermordeten Umweltaktivisten Chico Mendes dabei vor allem von denjenigen, die bisher angegeben hatten, eine Nullstimme abzugeben oder noch Untentschieden zu sein. Die Zahl dieser Wählergruppe sank von 27 Prozent im Juli auf nunmehr 17 Prozent.

Noch deutlicher sieht der Zuspruch für Silva bei einem angenommenen zweiten Wahlgang aus. Würde dieser zwischen ihr und Rousseff stattfinden, würde Marina Silva mit 47 Prozent gewinnen, während 43 Prozent sich für die momentane Präsidentin entscheiden würden. Bei einer Stichwahl zwischen Neves und Rousseff hätte indes letztere mit 47 Prozent gegen 39 Prozent von Aécio Neves ihre Wiederwahl gesichert. Die Fehlertoleranz der Umfrage wurde mit plusminus zwei Prozent angegeben.

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