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Brasilien: Mindestlohn steigt zum Jahreswechsel auf 722 Reais

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Datum: 30. August 2013
Uhrzeit: 12:51 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der Mindestlohn in Brasilien steigt zum Jahreswechsel 2014 auf 722,90 Reais (derzeit ca. 230 Euro). Dies entspricht einer Erhöhung von 44,90 Reais oder 6,62 Prozent. Zum 01. Januar 2013 war die letzte Erhöhung von 622 auf 678 Reais und etwa 9 Prozent deutlich höher ausgefallen. Experten machen die schwächelnde Konjunktur, Angst vor zunehmender Inflation und die jüngste Abwertung der Landeswährung Real gegenüber dem Dollar und Euro für den überraschend niedrigen Anstieg verantwortlich. Die fortwährenden Preissteigerungen werden durch den neuen Mindestlohn keinesfalls ausgeglichen. Gerade bei Lebensmitteln wurden in den vergangenen Monaten teilweise Preiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich registriert.

Brasilianisches Geld

Die Politik hingegen verteidigt die jährliche Anpassung und übt sich in Zweckoptimismus. Laut Arbeitsminister Manoel Dias soll die Erhöhung weder die Bildung neuer Arbeitsplätze im Land gefährden noch den Staatshaushalt 2014 belasten. Dies sei gesichert, da im Land derzeit sehr viel investiert werde. Als Beispiele nannte Dias die Fussballstadion für die Weltmeisterschaften, Erweiterungen an zahlreichen Flughäfen und urbane Infrastrukturmassnahmen.

Ähnliche Äusserungen waren auch aus dem Finanzministerium zu hören. Die Regierung habe volle Kontrolle über die Ausgaben und die öffentlichen Schulden könnten ohne Probleme bedient werden. Zudem lägen Haushaltseinsparungen im kommenden Jahr erneut über der nun vom Kongress beschlossenen Marke von 2,1 Prozent oder 109,4 Milliarden Reais (derzeit ca. 34,84 Mrd. Euro) des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Für dieses Jahren waren noch 2,3 Prozent des BIP festgelegt worden.

Der Mindestlohn in Brasilien ist nicht nur für Arbeitgeber eine wichtiger Wert. Auch Renten, Pensionen und Beihilfen der Sozialversicherungen werden danach ausgerichtet. Er gilt zudem in zahlreichen anderen Bereichen – unter anderem im Gerichtswesen – als Bemessungsgrundlage.

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