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Brasilien feiert zum 190. Mal seine Unabhängigkeit

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Datum: 07. September 2012
Uhrzeit: 12:39 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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Mit zahllosen Veranstaltungen im ganzen Land hat Brasilien am Freitag (7.) traditionell seine Unabhängigkeit von der früheren Kolonialmacht Portugal gefeiert. Bei der größten Parade in Hauptstadt Brasília defilierte Staatspräsidentin Dilma Rousseff im offenen Rolls-Royce auf den Prachtstrassen im Regierungsviertel. Rund 50.000 Menschen entlang der Wegstrecke jubelten dem Staatsoberhaupt bei strahlendem Sonnenschein zu.

Höhepunkte der Veranstaltung zum 190. Jahrestag des historischen Ereignisses war wie gewohnt der Überflug der brasilianischen Kunstflieger über den Platz der drei Gewalten im Herzen der von Stararchitekt Oscar Niemeyer geplanten Hauptstadt. Aber auch die symbolträchtige Übergabe des Olympischen Feuers durch Goldmedaillengewinnerin Sarah Menezes an das das Staatsoberhaupt wurde mit großem Interesse verfolgt.

Auf der Ehrentribüne hatten sich zudem zahlreiche Minister eingefunden, darunter Verteidigungsminister Celso Amorim, Bergbauminister Edison Lobão oder Kommunikationsminister Paulo Bernardo. Vizepräsident Michel Temer war hingegen nicht anwesend. Er war bereits am Donnerstag nach London aufgebrochen, wo er am Sonntag an der Schlußzeremonie der paralympischen Spiele teilnimmt.

Für die Bevölkerung wurden zahlreiche Aktivitäten organisiert, unter anderem konnten sich die kleinen Besucher den ganzen Tag über an zahlreichen Spielen und deren Eltern an einer Vielfalt von kulinarischen Genüssen erfreuen. Krönender Abschluss der Feierlichkeiten in Brasília ist ein Freiluft-Konzert der Sängerin Roberta Sá. Zudem steht ein Auftritt der portugiesischen Fada-Interpretin Marisa auf dem Programm.

An anderer Stelle wurden die Festivitäten allerdings schon am Morgen für Proteste genutzt. So demonstrierten unweit der Paradestrecke Angehörige der Streitkräfte für eine bessere Entlohnung. Auch Bundespolizisten, die sich aufgrund von festgefahrenen Verhandlungen im Hinblick auf ihrer Gehälter teilweise im Streik befinden, drehten ihren an der Parade teilnehmenden Kollegen demonstrativ den Rücken zu.

Für Aufregung sorgten auch mehrere barbusige Aktivistinnen, die kurzzeitig bis auf die Paradestrecke gelangen konnten und dort gegen die Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks Belo Monte protestierten. Sie wurden jedoch bereits nach wenigen Sekunden von der Militärpolizei festgenommen. Nach Medienberichten wurden die drei Frauen der Gruppe „Femen“ vernommen und anschliessend wieder auf freiem Fuß gesetzt.

Brasilien zeigte sich zudem in Zeiten finanzieller Krisen überraschend sparsam. Mit rund 800.000 Reais (ca. 313.000 Euro) war die zentrale Unabhängigkeitsfeier trotz stetiger Inflation deutlich günstiger als in den Vorjahren. 2011 wurden seitens der Regierung noch 900.000 Reais (heute 350.000 Euro) ausgegeben, die letzte Parade unter Vorgänger Luis Inácio Lula da Silva hatte sogar 1,2 Millionen Reais (heute 470.000 Euro) gekostet.

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