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Jetzt Live: Stichwahl in Brasilien

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Datum: 31. Oktober 2010
Uhrzeit: 09:40 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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In Brasilien bestimmen heute rund 135,8 Millionen Wahlpflichtige ihr neues Staatsoberhaupt. Nachdem im ersten Wahlgang am 03. Oktober kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen konnte, muss die Entscheidung nun in einer Stichwahl gefällt werden. Gewinner ist der Kandidat mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei der Berechnung werden daher Enthaltungen und ungültige Stimmen herausgenommen.

Brasilien muss sich zwischen „mehr“ und „besser“ entscheiden, so sehen es zumindest viele Kommentatoren im grössten Land Südamerikas. Die Wunschkandidatin von Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva, die 62-jährige Dilma Rousseff aus dem Lager der Sozialisten hatte im Wahlkampf versprochen, die Politik ihres Vorgängers fortzuführen und die von ihm eingeleiteten Programme zu erweitern.

Ihr Gegenspieler José Serra von den Sozialdemoraten will selbige und die natürlich auch die gesamte Politik „verbessern“. “Damit sich Brasilien weiter verändert” (Dilma) und „Brasilien kann es besser“ (Serra) waren dann auch die alles bestimmenden Slogans in den vergangenen Wochen.

Das Ergebnis scheint jedoch bereits festzustehen. Zu gross war der Vorsprung der ehemaligen Ministerin im Präsidialamt bei den Umfragen der letzten Tage. In Brasilien glauben daher die wenigsten noch an einen Sieg ihres Herausforderers José Serra. Die Anhänger der Arbeiter PT sehen Rousseff mittlerweile bei 60 Prozent, die Prognosen der Meinungsforschungsinstitute fallen mit 56 bis 58 Prozent nicht geringfügig weniger aus. Alles sieht danach aus, als würde Dilma Rousseff am 01. Januar 2011 als erste weibliche Präsidentin der Föderativen Republik Brasiliens vereidigt werden.

Im ersten Wahlgang am 03. Oktober hatte die ehemalige Ministerin im Präsidialamt, die sich erstmalig in ihrem Leben einer Direktwahl stellte, mit 46,91 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen die notwendige absolute Mehrheit klar verpasst. Umfragen hatten die Sozialistin damals ebenfalls deutlich über 50 Prozent gesehen. Der eher rechts stehende Sozialdemokrat José Serra erzielte mit 32,61 Prozent ein Ergebnis in der Nähe der letzten Prognosen.

Deutlich besser als erwartet hatte jedoch die ehemalige Umweltministerin Marina Silva von den Grünen mit 19,33 Prozent der Stimmen abgeschnitten. Ihre Zugewinne von fast 6 Prozent in Bezug auf die Umfragewerte haben laut Analysten den Sieg Rousseffs im ersten Wahlgang vereitelt. Als Königsmacherin wollte sich Silva dann jedoch nicht profilieren. Ihre Partei verzichtete auf eine Wahlempfehlung.

Verfolgen sie jetzt das Finale der Wahlen 2010 in Brasilien in unserem LIVETICKER:

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