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Präsident Lula da Silva kondoliert Cristina Kirchner in Buenos Aires

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Datum: 29. Oktober 2010
Uhrzeit: 12:36 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Donnerstagabend in Buenos Aires Abschied von seinem „grossen Freund“ Néstor Kirchner genommen. Das Staatsoberhaupt erschien gegen 21 Uhr Ortszeit in der Ehrenhalle der lateinamerikanischen Patrioten im Regierungspalast Casa Rosada und kondolierte der Ehefrau und amtierenden Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández de Kirchner.

Bei der Totenwache waren zu diesem Zeitpunkt auch der kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos, Paraguays Präsident Fernando Lugo und das venezolanische Staatsoberhaupt Hugo Chávez zugegen. Das traditionelle „Velório“ hatte bereits am Vormittag begonnen, zehntausende Argentinier erwiesen dem ehemaligen Staatspräsidenten des südamerikanischen Landes die letzte Ehre. Kirchner war überraschend am Mittwoch im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

Lula würdigte den Vollblutpolitiker, der das Land nach der im Jahr 2002 durchlebten Krise in den Jahren 2003 bis 2007 wieder in den Aufschwung führte, vor allem für sein Streben nach der Integration Lateinamerikas. Kirchner habe als Präsident viele Hürden zwischen den einzelnen Ländern überwunden, sowohl in wirtschaftlicher als auch in diplomatischer Hinsicht. Die Beziehungen zwischen Brasilien und Argentinien unter der Regierung Kirchners sei ein „erfolgreiches Spiel“ gewesen, erklärte das Staatsoberhaupt in Analogie auf den ewigen Wettstreit beider Länder auf dem Fussballplatz.

Durch die Gründung der südamerikanischen Staatengemeinschaft, einen regionalen Verteidigungsrat und dem gemeinsamen Kampf gegen den Drogenhandel seien es „die besten Beziehungen zwischen Brasilien und Argentinien aller Zeiten“ gewesen. Lula zeigte sich zudem überzeugt, dass Cristina Kirchner und das argentinische Volk auch weiterhin gemeinsam mit Néstor Kirchner die Verhältnisse im Land verbessern können: „Es ist ein Mann gestorben, aber seine Idee lebt weiter. Ich denke, Kirchner war eine Figur welche hier in Argentinien Ideen entwickelt hat. Kirchner hat die Selbstbestimmung des argentinischen Volkes zurückgewonnen, den Stolz des argentinischen Volkes, die Arbeitskraft des argentinischen Volkes, alles Dinge, die über zweieinhalb Jahrzehnte praktisch verloren waren.“

„Ich gehe traurig von hier weg, da Kirchner von uns gegangen ist“ erklärte der brasilianische Präsident nach seinem Kondolenzbesuch in Buenos Aires, „aber ich gehe hier auch glücklich weg, denn ich fühle, wie das argentinische Volk Cristina mit grossem Stolz begegnet, mit viel Kraft und mit viel Anerkennung“.

Der Körper des ehemaligen Präsidenten wird vermutlich noch am Freitagnachmittag in die Provinz Santa Cruz überführt, wo in seiner Geburtsstadt Río Gallegas die Beisetzung in der Familiengruft im engsten Familienkreis stattfinden soll.

Fotos: Ricardo Stuckert/PR

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