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Wahlen in Brasilien: so wählten Dilma, Serra, Marina und Plínio

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Datum: 03. Oktober 2010
Uhrzeit: 16:02 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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In Brasilien sind die Wahllokale noch bis 17 Uhr Ortszeit geöffnet, die Spitzenkandidaten im Kampf und die Präsidentschaft haben ihre Stimmen jedoch bereits abgegeben. Das brasilien Magazin verrät, wo und wann Dilma Rousseff, José Serra, Marina Silva und Plínio Sampaio an die elektronischen Wahlurnen getreten sind.

Analysten und Beobachter gehen von einem extrem spannenden Wahlabend aus. 135,8 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer müssen am heutigen Sonntag ihre Stimme abgeben, denn im grössten Land Südamerikas herrscht Wahlpflicht. Die Ergebnisse werden direkt ins Internet gespielt und können so nahezu in Echtzeit mitverfolgt werden. Mit Ergebnissen wird bereits vor Mitternacht Ortszeit gerechnet, das brasilien Magazin begleitet die Auszählung kontinuierlich mit seinem Liveticker.

Die Spitzenkandidatin kam zuerst. Um 9:17 Uhr erschien Dilma Rousseff, ganz in rot gekleidet, in ihrem Wahllokal in Porto Alegre. Amtsinhaber Lulas Wunschnachfolgerin von der Arbeiterpartei (PT) liegt derzeit nach den Umfragen mit 50 Prozent klar in Führung und könnte sogar bereits den heutigen ersten Wahlgang gewinnen. „Ich werde das Ergebnis ganz in Ruhe abwarten“ erklärte die 62-jährige nach dem Urnengang. Zuvor hatte sie um acht Uhr früh an einem gemeinsamen Parteifrühstück teilgenommen. Am Nachmittag brach sie nach Brasília auf.

Die Kandidatin der Grünen Partei (PV) liegt in der Wählergunst bei etwa 13-14 Prozent. Sie hofft auf die Unterstützung der bislang Unentschlossen. Dies könnte sie mit Glück sogar in eine mögliche Stichwahl katapultieren. Die ehemalige brasilianische Umweltministerin wählte gegen 10 Uhr Ortszeit in Rio Branco im Bundesstaat Acre im Nordwesten Brasiliens. Nach der Stimmabgabe war auch sie zuversichtlich machte für die zahlreichen Fotografen das Siegeszeichen. Ihrer Meinung nach geben die Umfragen keinesfalls das tatsächliche Verhalten wider.

Plínio de Arruda Sampaio von der Partei für Sozialismus und Freiheit (PSOL) kam ebenfalls gegen 10 Uhr in sein Wahllokal in Alto dos Pinheiros im Grossraum São Paulo. „Unabhängig wer gewinnen wird, die PSOL wird Opposition sein“ erklärte der 80-jährige schon vor dem Urnengang, zudem er seine Kinder und Enkel mitbrachte. Welchen Kandidaten seine Partei bei einer möglichen Stichwahl unterstützt, wollte er nicht preisgeben. Die Partei würde darüber erst auf einer Sitzung am Montag beraten. Er selbst liegt nach letzten Umfragen knapp über einem Prozent.

Erst gegen 13 Uhr kam der Spitzenkandidat der traditionell konservativen Sozialdemokraten (PSDB) in sein Wahllokal im Westen der Millionenmetropole São Paulo. Der Ex-Gouverneur des Bundesstaates und ehemalige Gesundheitsminister hob nach dem Urnengang die Hände über den Kopf und präsentierte seine Kandidatennummer 45. Serra, der bereits 2002 gegen den derzeitigen Amtsinhaber Lula da Silva verlor, liegt nach den letzten Umfragen bei 27-28 Prozent. Sein Ziel ist zunächst die Stichwahl „zum Wohl des Landes“ zu erreichen.

Weitere Fotos von den Präsidentschaftwahlen 2010 in Brasilien:

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