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Kolumbien lehnt Hilfe Brasiliens bei Vermittlung mit Farc-Rebellen ab

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Datum: 01. September 2010
Uhrzeit: 19:33 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der neue kolumbianische Staatspräsident Juan Manuel Santos hat heute ein Hilfsangebot aus Brasilien zur Bekämpfung der Rebellenorganisation Farc zurückgewiesen. Santo erklärte bei seinem Antrittsbesuch in Brasília, die Farc sei ein „internes Problem“ seines Landes. Der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte zuvor versichert, Brasilien werde alles tun, um eine Lösung für den Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc zu erzielen.

„Unser Problem mit der Farc ist ein internes kolumbianisches Problem und wir bitten dies zu respektieren. Alle Länder der Region bekämpfen den Terrorismus und gewaltsame Methoden um Ziele zu erreichen. Aber es ist unser Dialog mit der Farc: von Kolumbianern mit Kolumbianern“ so Santos nach dem Treffen mit seinem brasilianischen Amtskollegen.

Santos, der sich nach seinem Amtsantritt vor wenigen Tagen auf seiner ersten Auslandsreise befindet, schloss jedoch eine Zusammenarbeit mit der brasilianischen Regierung nicht vollständig aus. Brasilien könne stets mithelfen, wenn Kolumbien dies entscheide. Zudem dankte er Lula für dessen eindeutige und klare Position.

Das kolumbianische Staatsoberhaupt bekräftigte zudem, auf einen Impuls seitens der Farc zu warten. Erst dann könnten entsprechende Gespräche wieder aufgenommen werden. „Für diesen Dialog ist jedoch ein echter Wille seitens der Farc notwendig, den wir bislang jedoch nicht erkennen können“ so Santos abschließend.

Laut offiziellen Zahlen aus Bogotá gelten weiterhin 30.710 Menschen als vermisst. Es wird angenommen, dass sie Opfer von Aktionen der Guerillabewegung Farc, der nationalen Befreiungsarmee ELN oder Paramilitärs geworden sind. Brasilien hatte zuletzt geholfen, einige Farc-Geiseln zu befreien. Anfang des Jahres hatte die brasilianische Luftwaffe Hubschrauber gestellt, um die kolumbianischen Sicherheitskräfte zu unterstützen.

Foto: Ricardo Stuckert/PR

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