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Brasilien gibt grünes Licht für Bau von Wasserkraftwerk Belo Monte

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Datum: 27. August 2010
Uhrzeit: 20:37 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Brasilien Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat erwartungsgemäß den Vertrag für die Konzession zum Bau und Betrieb des Wasserkraftwerks Belo Monte unterzeichnet. Das Megakraftwerk soll am Rio Xingú im Bundesstaat Pará errichtet werden und bereits 2015 in Betrieb gehen.

„Was hier heute passiert ist das Ende einer Periode, wo die Menschen Angst hatten zu debattieren und zu regieren. Was hier passiert und in die Geschichte eingehen wird, ist dass etwas möglich wird, was früher für unmöglich gehalten wurde“ erklärte das Staatsoberhaupt in seiner Rede im Rahmen des Festaktes. Lula erinnerte daran, dass auch weiterhin viele Menschen gegen das Projekt seien. Er selbst haben viele Diskussionen gegen den Staudamm geführt, aber ohne das Projekt genauer gekannt zu haben. „Ihr wisst nicht wie oft ich dagegen gesprochen habe ohne überhaupt zu wissen, was es ist. Aber es ist ist meine Regierung, die es jetzt möglich macht“ so Lula weiter.

Früher hätten die Regierungen bei der Errichtung von Wasserkraftwerken keinerlei Rücksicht auf die Auswirkungen für die dort lebenden Menschen genommen, so das scheidende Staatsoberhaupt weiter. Aber nun seien diese sozialen Fragen wichtiger wie je zuvor. Man habe bei den Kraftwerken Jirau und Santo Antônio am Rio Madeira im Bundesstaat Rondônia gelernt, mit der Bevölkerung im Vorfeld zu reden. Man spreche heute gleichzeitig über den Bau an sich als auch über die Dinge, die für die Menschen getan werden müssten.

Laut Lula werde das aktuelle Projekt Belo Monte am Rio Xingú geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben als bislang erwartet. Auch werde durch den aufgestauten Nebenfluss des Amazonas eine kleinere Fläche überflutet. Dies sei vor allem ein Sieg der Diplomatie des brasilianischen Energiesektors, wo man mehr miteinander reden wolle als sich zu streiten.

Belo Monte wird vom Konsortium Norte Energia errichtet und betrieben. Angeführt wird das Gewinner-Konsortium der im April durchgeführten Ausschreibung von einer Tochterfirma des staatlichen Energieversorgers Electrobras. Mit 11.000 MegaWatt Nennleistung wird wird es das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden. Zudem ist es das grösste alleinig von Brasilien betriebene Wasserkraftwerk. Höhere Leistungen erzeugen bislang lediglich der Itaipu-Staudamm als Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay sowie der Drei-Schluchten-Stausee in China. Rund 9 Milliarden Euro investiert Brasilien im Rahmen des Programms zur Beschleunigung der Wirtschaft PAC ist das gigantische Projekt im Regenwald, 20.000 Arbeiter werden dafür benötigt.

Foto: Domingos Tadeu/PR

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