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Deutschland will Schnellzug zwischen Rio und São Paulo bauen

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Datum: 04. Dezember 2009
Uhrzeit: 12:22 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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lula-ice-normalStaatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva ist am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Deutschland von Berlin nach Hamburg weiter gereist. Doch die brasilianische Delegation nahm ungewohnterweise nicht die Präsidentenmaschine, vielmehr begab sich der Tross zum Berliner Hauptbahnhof. Die deutsche Wirtschaft hatte eingeladen, den Schnellzug ICE einmal zu begutachten und zu geniessen. In der gut 90 Minuten dauernden Fahrt sollte Lula einmal deutsche Technologie hautnah erleben und sich im Idealfall irgendwann für das Produkt „Made in Germany“ entscheiden.

Dann Brasilien plant im Rahmen seines Wirtschaftsbeschleunigungsprogramms PAC eine Schnellbahntrasse zwischen den Millionenmetropolen São Paulo und Rio de Janeiro. 13,3 Milliarden Euro soll die Zugverbindung kosten, Millionen Passagiere jährlich schnell, komfortabel und sicher transportiert werden. Derzeit nutzen die Zehntausende dafür täglich ausschliesslich Flug- und Busverbindungen sowie den eigenen PKW.

In Hamburg warteten zudem bereits zwei hochrrangige Vertreter der Wirtschaft auf des Staatsoberhaupt. Direkt nach der Ankunft in Hamburg ging es ins Rathaus der Hansestadt, wo Gespräche mit Siemens-Chef Peter Löscher und Hans-Christoph Atzpodien, dem Vorsitzenden des Bereichsvorstands der Business Area Marine Systems bei ThyssenKrupp auf der Tagesordnung standen. Deutschland hat damit den Hut in den Ring um die Vergabe des Milliardenschweren Auftrages geworfen. Doch die internationale Konkurrenz ist gross. Besonders der japanische Shinkansen hatte es bislang den Brasilianern angetan.

Um genau 8h18 Uhr startete der speziell vorbereitete Sonderzug aus der Hauptstadt in Richtung Hamburg. Die Werbebotschaft kam selbstverständlich schon im Vorfeld in Brasilien an. Bereits am Donnerstagabend titelte der hauseigene Blog des Präsidialamtes „Deutschland tritt in den Machtkampf um den Schnellzug zwischen Rio und São Paulo ein.“ Die deutsche Regierung wolle Brasilien in Hinblick auf die Ausschreibung des Schnellzuges zwischen Rio de Janeiro, São Paulo und Campinas die Potenziale ihrer Ausrüstung demonstrieren.

Der Staatspräsident und seine Wunschnachfolgerin, die derzeitige Ministerin im Präsidialamt Dilma Rousseff haben die Fahrt sichtlich genossen und posierten bereitwillig in der Führerkabine bei 220 km/h für die Fotografen. In Hamburg beendete Lula seinen zweitägigen Staatsbesuch mit einem Eintrag ins goldene Buch der Stadt sowie einer Ansprache auf dem 60. Lateinamerika-Tag im Rahmen der Präsentation „Brasilien-Deutschland: Zeit für eine neue Wirtschaftspartnerschaft“. Hier wollte Brasilien auf die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Bezug auf die jüngsten Ölfunde vor der brasilianischen Küste sowie in Hinblick auf die Vorbereitungen zur Fussball WM 2014 und Olympiade 2016 aufmerksam machen.

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Im Anschluss an das offizielle Programm fliegt die brasilianische Delegation gegen ca. 15:15 Uhr Ortszeit direkt vom Hamburger Flughafen nach São Paulo in Brasilien zurück.

Fotos: Ricardo Stuckert / PR

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