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Brasiliens Regierung zeigt sich planlos bei Bekämpfung von Drogenproblem

Brasiliens Staatspräsident Lula zeigt sich derzeit planlos gegenüber dem wachsenden Drogenkonsum in Brasilien. “Möglicherweise sind sich weder die Regierung noch das Gesundheitsministerium sicher, wie das Drogenproblem in Brasilien zu behandeln ist” erklärte das Staatsoberhaupt im Rahmen eines Gesundheitskongresses. Auch die reichen Länder müssten handeln.

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Veröffentlicht: 4. November 2009 um 14:33h | Aktualisiert: 4. November 2009 um 14:33h
Abgelegt unter: Politik & Wirtschaft

lula-olinda-normalBrasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat seine Ohnmacht in Bezug auf die gigantische Problematik des Drogenhandels und Konsums im grössten Land Südamerikas zugegeben. “Möglicherweise sind sich weder die Regierung noch das Gesundheitsministerium sicher, wie das Drogenproblem in Brasilien zu behandeln ist” erklärte das Staatsoberhaupt am Dienstagabend auf einem Gesundheitskongress in Olinda im Bundesstaat Pernambuco.

Laut Lula ist derzeit nur eines Gewiss: die Problematik durch den Konsum der Billigdroge Crack wird immer gravierender. “Es ist klar, dass die Form, wie wir die Drogen jetzt behandeln das Problem nicht löst, denn wir sehen immer jüngere Menschen die härtere Drogen benutzen” erklärte er in seiner Rede. Für die reichen Länder sei dies zudem wesentlich einfach zu lösen. Er spielte dabei auf die USA an, die zum Kampf gegen den Drogenhandel nun eine Militärbasis in Kolumbien errichten.

“Ich habe mit Präsident Obama gesprochen und einen Verteidigungsrat für Südamerika vorgeschlagen, denn wir müssen die Frage des Drogenhandels hier auf unserem Kontinent behandeln. Und die reichen Länder könnten ihre Süchtigen dort behandeln. Wenn es keine Süchtigen mehr gibt, dann gibt es auch keinen Markt mehr zum verkaufen” erläuterte das Staatsoberhaupt seine Vorstellungen. Zudem bat er die Kongressabgeordneten, kurzfristig um über die Drogenproblematik zu debattieren.

Auf der Veranstaltung gab das Gesundheitsministerium zudem bekannt, in einem ersten Schritt zukünftig 98,3 Millionen Reais (ca. 38,5 Mio. Euro) jährlich bereitzustellen, um landesweit 73 neue Entzugskliniken einzurichten und zu betreiben. In 18 Bundesstaaten sollen dort Drogen- und Alkoholabhängige in Kurzzeittherapien von bis zu 20 Tagen behandelt werden.

Foto: Ricarto Stuckert/PR

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1 Kommentar + 0 Trackbacks / Pingbacks

Kommentare

  • 1

    andré basile hermann gubelmann
    am 18. Dezember 2009 um 01:21 Uhr

    Das Drogenproblem ist weltweit.Das Problem kann nur gelöst werden,wenn das soziale Umfeld in Ordnung ist,und fängt bei der Erziehung an.Tatsache ist,das beide Grundfaktoren in Brasilien in weiter Entfernung liegen,und somit eine Lösung zu finden ein Wunschdenken bleiben wird. André aus Bahia

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