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Olympia 2016: Endspurt zwischen Chigaco und Rio de Janeiro

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Datum: 02. Oktober 2009
Uhrzeit: 09:03 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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lula-rio2016-normalBrasilien ist mit grossem Optimismus aus der abschliessenden Präsentation seiner Olympiabewerbung gegangen. Rio de Janeiro zeigte sich nochmals von seiner besten Seite und versuchte, durch faszinierende Bilder der pulsierenden Lebenskultur in der ‚cidade maravilhosa‘ Emotionen zu wecken. Allerdings verwies die Millionenmetropole auch auf die nachhaltigen Verbesserungen in der Lebensqualität der Menschen und die Erstarkung des grössten Landes in Südamerika als nicht nur regionale Wirtschaftsmacht. In wenigen Stunden fällt auf der IOC-Vollversammlung in Kopenhagen die Entscheidung vermutlich zwischen den beiden Favoriten Rio de Janeiro und Chicago. Es scheint derzeit bereits unwahrscheinlich, dass Tokio und Madrid noch Chancen haben.

Die USA als auch Brasilien schickten zum Abschluss noch einmal ihre Staatsoberhäupter vor das Komitee. Während US-Präsident Barack Obama nur für eine Kurzvisite nach Dänemark reiste und sich bereits wieder auf dem Rückweg in die USA befindet, hält sich Staatspräsident Luiz Inácio Lula bereits seit 2 Tagen in Kopenhagen auf und warb mit seiner charismatischen Art rund um die Uhr für die Unterstützung der eventuell unentschlossenen IOC-Mitglieder.

Auf der abschliessenden Präsentation ergriffen neben Lula da Silva auch der mittlerweile 93-jährige Fifa-Ehrenpräsident João Havelange, der Präsident des nationalen olympischen Komitees Carlos Arthur Nuzman, der Präsident der brasilianischen Zentralbank, Henrique Meirelles sowie Seglerin und Bronze-Gewinnerin von Peking Isabel Swan das Wort. Bei der Vorstellung von Fussball-Legende Pelé erhielt dieser grossen Beifall.

Für Präsident Lula sind die olympischen Spiele nicht nur wichtig für Brasilien, sondern für ganz Südamerika. Der ganze Subkontinent mit 180 Millionen jungen Menschen würde sich bewerben. Alle könnten die Fröhlichkeit kennen lernen, die Leidenschaft des Landes. Zudem sei Brasilien die einzige der 10 grössten Volkswirtschaften weltweit, die noch nie die Ehre hatte, Olympia zu Gast zu haben. „Für andere ist es nur eine weitere Olympiade, für uns wird es einzigartige Möglichkeit sein“ fügte Lula in Bezug auf die Entwicklung seines aufstrebenden Landes hinzu.

Lula verwies in seiner kurzen Rede noch einmal auf die Stärken des ‚país tropical‘ hin: „Mit grossem Stolz repräsentiere ich hier die Hoffnungen und Träume von mehr als 190 Millionen Menschen. Wir sind nicht nur ein gemischtes Volk, sondern ein Volk das es liebt, so vermischt so sein. Denn das macht unsere Identität aus. Ich sage es mit grosser Offenheit: unsere Stunde ist gekommen. Als eine der 10 grössten Volkswirtschaften der Welt sind wir das einzige Land, welches noch nie die olympischen und paralympischen Spiele erhalten hat. Es ist Zeit, dieses Ungleichgewicht zu beseitigen […] (Denn) die Herausforderungen haben sich geändert: die Olympiade auf einen anderen Kontinent bringen, das olympische Feuer in ein tropisches Land tragen, und dort in die schönste Stadt – Rio de Janeiro.“

Brasilien plant ein gigantisches milliardenschweres Infrastrukturprojekt für das ganze Land, welches neben den zu erwartenden fröhlichen Spielen voller Leidenschaft auch die Lebensbedingungen der Menschen in Rio de Janeiro nachhaltig verbessern soll. In Rio de Janeiro selbst unterstützt 89 Prozent der Bevölkerung die Bewerbung, in ganz Brasilien sind es etwa 66 Prozent.

Foto: Ricardo Stuckert / PR

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