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Arbeitslose gegen Zeitjobs

Datum: 11. November 2005
Uhrzeit: 04:32 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Arbeitslose lehnen befristete Beschäftigungsverhältnisse ab!

So steht es heute in dicken Lettern als Vorwurf in unserer Lokalzeitung. Viele Firmen suchen derzeit Arbeiter für die nächsten drei oder vier Monate. Doch die Arbeitslosen haben anderes im Kopf. Sie wollen unbefristete Arbeitsverträge und warten lieber ab. Auch haben sie Angst, einen guten Arbeitsplatz zu verpassen, wenn sie irgendwo temporär eingestellt werden. Auch die Versprechen der Firmen, sie eventuell dauerhaft zu übernehmen, fruchten nicht. Desweiteren fordern die Arbeitslosen laut den Agenturen immer bessere Arbeitszeiten und Sozialleistungen, Nachtarbeit wird meist abgelehnt. Da die meisten Arbeitssuchenden keine staatliche Unterstützung erhalten, fallen somit auch Druckmittel wie Kürzung des Arbeitslosengeldes oder ähnliches weg.

Die Unternehmen ihrerseits haben Probleme, offene Stellen auszufüllen. Für dauerhafte Beschäftigungen würden ausserhalb der Saison die Aufträge fehlen, befristete Stellen seien derzeit aus oben genannten Gründen extrem schwer zu besetzen. Ausserdem würden viele Arbeitsplätze nicht besetzt werden können, weil es an der Qualifizierung der Arbeitssuchenden mangele. Selbst im Verkaufsbereich finden sich nicht genug Bewerber. Der unsichere Job ohne Garantiegehalt, alleinig auf Provision ausgerichtet, wurde bislang immer als die letzte Fluchtmöglichkeit aus der Arbeitslosigkeit angesehen.

Das Verhalten der Arbeitssuchenden verwundert Unternehmen und Agenturen sehr. Dass in finanziell schwierigen Zeiten wie jetzt vor Weihnachten, Neujahr und dem nahenden neuen Schuljahr abgewartet wird, widerspricht völlig den Erfahrungen der Vorjahre.

Angeblich haben die staatlichen und privaten Arbeitsagenturen derzeit insgesamt 435 offene Stellen für die 100.000 Einwohner-Stadt Toledo in ihren Karteien. Die meisten davon sind befristet und mit dem Salario Minimo (300 R$ = ca. 115 Euro) ausgeschrieben.

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