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G20 in Pittsburgh: Für Lula sind G8-Gipfel zukünftig überflüssig

Datum: 25. September 2009
Uhrzeit: 09:03 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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obama-lulaLuiz Inácio Lula da Silva hat eine Vision, die immer mehr Realität annimmt: Die Abschaffung des G8-Gipfels der acht grössten Industrienationen und dessen Substitution durch den G20-Gipfel, in dem auch Brasilien als Regionalmacht eine gewichtige Rolle spielt.

„Ich bin überzeugt, dass es kein Motiv für einen G8 oder einen anderen G mit Ausnahme des G20 gibt“ erklärte Lula im Rahmen des Wirtschaftsgipfels in Pittsburgh (USA). „Ich denke, wir müssen nun dafür sorgen, dass der G20 zu einem wichtigen Forum wird, in dem die wichtigsten weltweiten Wirtschaftsfragen diskutiert werden“ zeigt sich das Staatsoberhaupt in einem TV-Interview überzeugt.

Vor allen die Entwicklungsländer sollen nun einen angemessenen Platz neben den Industrienationen erhalten und dadurch auch mehr Einfluss erlangen. Brasilien gilt als Vermittler bei den festgefahrenen Verhandlungen der Doha-Runde und überreichte den der G20-Runde ein von 88 Entwicklungsländern unterzeichnetes Kommuniqué zur Abschaffung von Handelsbarrieren zwischen Dritte-Welt-Staaten und Industrienationen.

Lula fordert vor allem für Schwellenländer mehr Mitbestimmung bei den internationalen Wirtschaftsfragen. „Brasilien, Indien und China brauchen mehr Stimmen in den globalen Fragen, da sie grosse Konsumenten und Produzenten zugleich sind und besser auf die derzeitige Krise vorbereitet waren als die reichen Länder“ erklärte das brasilianische Staatsoberhaupt selbstbewusst. Die drei Giganten sind zwar Mitglied der G20, nicht jedoch der G8. Dieser Gipfel setzt sich nur aus den USA, England, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Russland zusammen. Der G20 jedoch umfasst die 19 grössten Wirtschaftsnationen weltweit sowie die Europäische Union.

Präsident Lula appellierte zudem an den G20-Nationen, schnellstmöglich die Finanzregeln zu überarbeiten, die Standards für das Bankenkapital zu stärken und die globalen Steuerparadiese abzuschaffen. „Es ist notwendig, dass wir die Krise nutzen, um die Dinge jetzt richtig zu machen“ forderte Lula.

Im Rahmen des G20-Gipfels kam es auch erneut zu einem Treffen zwischen Lula und Obama. Im Rahmen das gemeinsamen Abendessens aller Regierungschefs des Gipfels zeigten sich beide Präsidenten gut gelaunt mit ihren Ehefrauen den Fotografen. Die Präsidenten verbindet mittlerweile ein festes Band der Partnerschaft mit gegenseitigem Vertrauen. Lula war der dritte ausländische Regierungschef, der vom damals frisch gewählten US-Präsidenten im weissen Haus empfangen (mehr…) wurde. Auf dem G20-Gipfel in London hatte Obama seinen Amtskollegen mit den Worten „Das ist mein Mann. Ich mag diesen Kerl“ (mehr…) begrüsst. Der charismatische US-Präsident hat zudem angekündigt, zukünftig eng mit Brasilien in Lateinamerikafragen zusammenarbeiten zu wollen und zugleich versichert, dass grösste Land Südamerikas schnellstmöglich zu besuchen.

Foto: Ricardo Stuckert / PR

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  1. 1
    AW

    Wer das eigene Land nicht im Griff hat, sollte auch nicht die Geschicke der Welt leiten dürfen. Alles andere wäre der Beginn des Zeitalters der Verkehrung der Welten. Es wird Zeit, dass die Menschen wählen, von wem sie sich beim „Weltgipfel“ vertreten lassen bzw. dass das Gremium demokratischen Grundsätzen unterliegt. Die G20 Vertreter handeln bis jetzt ohne jegliche Legitimierung durch das Volk.

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