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Air France AF 447: Erste 16 Leichen in Fernando de Noronha eingetroffen

Suchmannschaften haben mittlerweile 28 Leichen des Unglücksflugs AF 447 vor der brasilianischen Küste geborgen. Sechzehn davon sind inzwischen auf der Inselgruppe Fernando de Noronha eigetroffen. Nach einer ersten Untersuchung sollen sie nach Recife für einen DNA-Abgleich gebracht werden. Am Unfallort suchen Rettungskräfte weiterhin ununterbrochen nach Opfern und Wrackteilen.

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Veröffentlicht: 9. Juni 2009 um 10:59h | Aktualisiert: 9. Juni 2009 um 13:03h
Abgelegt unter: Allgemein

af-447-corpos1Die Zahl der geborgenen Opfer des abgestürzten Air France Fluges AF 447 ist bis zum Dienstagmittag Ortszeit auf 28 gestiegen. Auf der Inselgruppe Fernando de Noronha sind zudem am Vormittag die ersten 16 Körper eingetroffen. Nähere Informationen liegen bislang nicht vor. Die Leichnahme sollen nun schnellstmöglich untersucht und aufs Festland nach Recife zur Identifizierung gebracht werden. Dort wird seitens der brasilianischen Bundespolizei und der örtlichen Gerichtsmedizin ein DNA-Abgleich durchgeführt.

Das Bergungsgebiet liegt etwa 1.200 Kilometer vom brasilianischen Festland entfernt auf hoher See. Durch die enorme Entfernung wurden die am Wochenende geborgenen Körper zunächst durch die brasilianische Fregatte Constituição in Richtung des rund 400 Kilometer vom Festland entfernten Achipels gebracht. Sobald das Schiff in Reichweite der dort stationierten Hubschrauber der brasilianischen Luftwaffe war, wurden die Körper diesem übergeben, um weitere Zeitverzögerungen zu vermeiden. Die Constituição soll schnellstmöglich an die Unglückstelle zurückkehren. Dort wurden im Laufe des Vormittags weitere vier Personen tot aus den Fluten gezogen.

Im Einsatz waren ein Blackhawk-Hubschrauber sowie ein Helikopter vom Typ Super Puma, welche die Leichnahme von der rund 65 Kilometer nordöstliche der Insel gelegenen Constituição überführte. Mittlerweile ist auch die Fregatte Bosísio zur Inselgruppe unterwegs. Sie hat acht bereits am Montag geborgenen Leichen an Bord. Die Ankunft wird jedoch nicht vor Mittwoch erwartet. Die Suche an der mutmasslichen Unfallstelle gegen währendessen unvermindert weiter. Rund ein Dutzend Schiffe und Flugzeuge sind im Einsatz, die Marine spricht von 570 eingesetzten Soldaten.

Über eine Woche nach dem Absturz bleiben 200 Personen weiterhin im Atlantik verschollen. An Bord des Airbus A 330-200 befanden sich 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren aus 32 Nationen sind auch 28 deutsche und 58 brasilianische Staatsangehörige. Die erst vier Jahre alte Maschine verschwand am frühen Morgen des 01. Juni um 04:14 Uhr MESZ urplötzlich vor der brasilianischen Küste von den Radarschirmen und stürzte ins Meer. Sie war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris und hatte zuvor innerhalb von 4 Minuten insgesamt 24 Störungsmeldungen abgesetzt, darunter der Ausfall wichtiger Steuerungssysteme und Messgeräte. Es ist eine der schlimmsten Flugkatastrophen der letzten Jahrzehnte.

Foto/Screenshot: Divulgação / ABr / FAB

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