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Trauergottesdienst in Rio de Janeiro gedenkt Opfern von Flug AF 447

In Brasilien wurde in einem Gottesdienst den Opfern der Air France – Katastrophe gedacht. Unter den Trauergästen waren unter anderem die Aussenminister Frankreichs und Brasiliens sowie Dom Antonio de Orleans e Bragança, Nachfahre von Kaiser Pedro II.

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Veröffentlicht: 4. Juni 2009 um 16:24h | Aktualisiert: 4. Juni 2009 um 16:27h
Abgelegt unter: Allgemein

candelaria-rioIn Rio de Janeiro haben bei einem ökumenischen Gottesdienst rund 1.000 Menschen den Opfern von Flug AF 447 gedacht. Unter den Trauergästen in der Candelária-Kirche im Herzen der Millionenmetropole war auch der französische Aussenminister Bernard Koucher. “Ich bin aus Paris gekommen um ihnen zu sagen, dass der Schmerz und das Leiden auf beiden Seiten des Atlantiks gleich sind” erklärte er in einer Rede während der Messe.

Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hält sich derzeit in Honduras beim Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten auf und liess sich durch Aussenminister Celso Amorim vertreten. Zudem wohnten der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro sowie der Bürgermeister der Sambametropole, Eduardo Paes und die Präsidentin der brasilianischen Luftfahrtbehörde Anac, Solange Viera, der Zeremonie bei.

“Ich zog es vor, eine grosse Hoffnung auf eine unwahrscheinliche Rettung zu behalten, selbst wenn die Möglichkeit einer gegenteiligen Bestätigung bestand. Vor kurzer Zeit weiss ich nun, einen Freund verloren zu haben, der mich seit einigen Jahren beruhigt, geführt und in schwierigen Momenten geschützt hat” schilderte Eduardo Paes seine Gefühle über den Vorsitzenden seines Kabinetts, Marcelo Parente, ebenfalls ein Passagier von Flug AF 447.

Dom Antonio de Orleans e Bragança, Vater von Prinz Pedro Luis de Orleans e Bragança (mehr…) und Nachfahre von Kaiser Pedro II. von Brasilien, sprach von der anfänglichen Hoffnung, seinen 26-jährigen Sohn lebend wiederzusehen. “Ich bin praktizierender Katholik, ich glaube an Wunder, aber ich war auf das Schlimmste gefasst, was uns passieren kann. Im ersten Moment will man es einfach nicht glauben. Ich hatte die Hoffnung, dass das Flugzeug entführt worden war, dass es in einem Bereich ohne Funkkontakt war. Aber mit der Zeit beginnt man es zu akzeptieren.”

Die Erzdiozöse gab ab Nachmittag bekannt, dass am morgigen Freitag um 18 Uhr Ortszeit ein Solidaritätsgottesdienst für die Hinterbliebenen der Flugzeugkatastrophe stattfindet. Die Messe wird in der Pfarrei Nossa Senhora do Carmo da Antiga Sé abgehalten. Auch Staatspräsident Lula, der in der Nacht nach Brasilien zurückkehrt, wird daran teilnehmen.

Foto: Divulgação / Emf

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