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Wie es wirklich war? Die unglaubliche Geschichte der Paula Oliveira!

Datum: 16. Februar 2009
Uhrzeit: 15:20 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Paula Oliveira: Freundin untersuchte sie im Hotel mit tragbarem Ultraschall auf Schwangerschaft (Foto: Facebook)

Die Geschichte von Paula Oliveira, die nach eigenen Angaben am vergangenen Montag (9) auf dem Nachhauseweg am Bahnhof von Zürich-Stettbach von drei Neonazis überfallen und brutal gefoltert wurde, nimmt immer unglaublichere Züge an. Täglich präsentiert der Blog von Ricardo Noblat auf O Globo – hier kam auch die Geschichte ins Rollen – neue Behauptungen der Beteiligten. Am heutigen Montag könnte sie nach einem Telefonat mit der Brasilianerin bereits ausreichend Stoff für eine Telenovela bieten.

Zwillinge vielleicht bereits zuvor verloren

Beginnen wir am Montag, den 09. Februar 2009. Fest steht, dass Mediziner der 26-jährigen Juristin schon Stunden nach dem vermeintlichen Überfall bei einer Untersuchung erklärten, sie sei gar nicht schwanger. Zwei Tage später am Mittwoch, den 11. Februar vertraute sie sich dann einem Schweizer Freund an: „Es kann sein, dass ich die Babies schon vorher verloren habe. Ich habe Lupus, eine Krankheit, bei der jede Schwangerschaft schwierig ist.“ Der Freund fragte: „Aber du hast nichts gespürt? Es gab keinerlei Anzeichen, dass du schon zuvor die Fehlgeburt hattest?“ Paula verneinte dies angeblich.

Zwischen 2000 und 2005, so Ricardo Noblat in seinem Blog weiter, hat Paula an der Fakultät für Rechtswissenschaften in Recife studiert. Schon zu dieser Zeit war sie mehrfach längere Zeit krank und hatte Probleme mit dem Uterus. Später wurde dan Lupus diagnostiziert. Alleine deswegen soll die gesamte Klasse zweimal innerhalb des Gebäudes den Raum gewechselt haben. Einmal, da Paula keine Treppen steigen konnte. Das andere Mal, weil zuviel Sonne in den Raum schien. Am Ende fand das Studium im Untergeschoss der Fakultät statt.

Eine ehemalige Studienkollegin soll gegenüber Noblat berichtet haben: „Paula war sehr auf eine Schwangerschaft fixiert. Sie sprach oft davon. Sie befürchtete, niemals Kinder haben zu können. Aber sie war eine wundervolle junge Frau, fröhlich, fleissig und ausgeglichen.“

Mobiles Ultraschall bestätigt Schwangerschaft

Ihrem Vater hat Paula in der vergangenen Woche erzählt, sie habe die ersten Untersuchungen von einer Gynäkologin aus Portugal durchführen lassen. Den Namen wolle sie jedoch nicht verraten, da diese noch nicht regulär in der Schweiz praktizieren würde. Anderen Schweizer Freunden hingegen soll sie nach der angeblichen Gewalttat anvertraut haben, dass die Schwangerschaft in einem Hotel von einer Freundin und brasilianischen Ärztin festgestellt wurde, die in Zürich Zwischenstation machte und nach London weiterreiste.

Mitte Januar, so behauptet es zumindest Paula, habe sie der Freundin gesagt, dass die sich bezüglich der Schwangerschaft unsicher sei. Die Ärztin holte darufhin ein tragbares Ultraschallgerät, untersuchte sie und bestätigte: „Du wirst Mutter werden. Und zwar von Zwillingen.“ Die freudige Nachricht übermittelte Paula dann ihrer Familie in Recife. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Marco Trepp habe sie in den anschliessenden Wochen begonnen, die Unterlagen für eine Heirat vorzubereiten. Auch mit der Renovierung des zukünftigen Kinderzimmers habe man angefangen.

Auf der Suche nach dem Yogazentrum

Doch was geschah am Tag der Tat auf dem Bahnhof in Zürich-Stettbach? Paula soll zwar angeblich am Montagabend von ihrem Arbeitsplatz bei einer dänischen Reederei in Zürich den normalen Nachhauseweg gewählt haben. Allerdings stieg sie nicht an der ihrer Wohnung nächstgelegenen Station aus, sondern eine Haltestelle später. Sie war nach eigenen Angaben auf dem Weg zu einem Yogazentrum. Da sie niemals zuvor auf diesem Bahnhof war, so soll sie es der Polizei gesagt haben, wusste sie nicht, welche Tür sie zu nehmen hatte. Sie wählte die Falsche und damit den Notausgang. Die Klinik liegt auf der anderen Seite der Bahnstation.

Während sie den Bahnhof verliess, habe sie mit ihrer Mutter, Dona Geny in Recife telefoniert. Nach Gesprächsende erreichte sie dann eine SMS von ihrem Lebensgefährten in Englisch: „Wo bist du?“ Diese SMS habe Paula auch der Generalkonsulin Vitória Cleaver gezeigt – als Beleg für den Wahrheitsgehalt ihrer Aussage.

Ricardo Noberto schreibt in seinem Blog weiter, er habe heute persönlich mit der Brasilianerin telefoniert. Und diese habe den Überfall nochmals geschildert: Während sie eine Nachricht an Marco Trepp verfasste, näherten sich ihr drei Männer, „zielstrebig, kahlrasiert und schwarz gekleidet“. Einer hatte ein Hakenkreuz-Tattoo auf dem Hinterkopf. Sie wurde angegriffen und in eine verlassene Ecke geschleppt. Zwei hielten sie fest, der dritte ritzte ihren Körper.

Bereits zuvor hatte sie schon gegenüber ihrem Vater, ihrem Freund und der Generalkonsulin erklärt, dass sie während des Gewaltaktes mit Fusstritten im Bauchbereich traktiert wurde. Die Mediziner konnten bei ihren Untersuchungen jedoch keinerlei Hämatom feststellen. Auch aus diesem Grund zweifeln die Ärtze die Version der jungen Juristin an und gehen mittlerweile davon aus, dass Paula Oliveira die Geschichte erfunden und sich selbst verletzt hat.

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