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Militär bestreitet „Tauschgeschäft“

Datum: 15. März 2006
Uhrzeit: 21:41 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Das Militär hat wiederholt dementiert, dass es sich bei der Wiederbeschaffung der geraubten Waffen um ein Tauschgeschäft mit der Drogenmafia gehandelt hätte. Derweil widersprechen sich die Aussagen bezüglich des Zeitpunktes der Übergabe. Der Bürgermeister von Rio de Janeiro hatte heute früh erklärt, dass das Militär die Waffen schon am Montag abend zurückerhalten hätte. Das Militär spricht jedoch von Dienstag abend. Andere Quellen wiederum behaupten, das Militär hatte schpn Sonntag nacht die Waffen in ihrem Besitz gehabt.

Unbestätigten Meldungen zufolge soll die Waffenübergabe jedoch tatsächlich im vorhinein abgesprochen worden sein. Die Drogenbande „Comando Vermelho“ (CV), mit verantwortlich für den Raubüberfall, soll die Übergabe an folgende Bedingungen geknüpft haben, die vorab in einem persönlichen Gespräch zwischen hochrangigen Militärs und einem (noch nicht verhafteten) Anführer des CV besprochen worden wären:

1. Die Polizei hält sich zukünftig von den bekannten Drogenverkaufspunkten fern.
2. Das Militär erklärt, die Waffen wären von einer mit dem CV verfeindeten Drogenbande geraubt und auch dort gefunden worden.
3. Ein Anführer des CV, welcher derzeit eine Haftstrafe verbüsst, soll in seinem Gefängnis in einen anderen Zellenblock verlegt werden.

Auf einer Pressekonferenz bestätigte heute zudem das Militär, dass nun Phase 2 der Operation angelaufen sei. Es gehe demzufolge „nur noch“ um die Verhaftung der am Waffenraub beteiligten Personen. Es würde also vordringlich nicht nach Waffen oder Drogen gesucht. Trotzdem sei es notwendig, die betroffenen Favelas nochmals zu betreten und unter grösster Rücksichtnahme auf die Bevölkerung mit der Polizei zusammen dort zu ermitteln.

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