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Special: Militäraktion in Rio

Datum: 07. März 2006
Uhrzeit: 16:34 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Update: 23.55h: Besetzung bleibt bestehen

Das Pressestelle des Militärs hat heute in einer Veröffentlichung die Besetzung der Favelas nochmals als rechtmässig erklärt. Desweiteren wurde die Besetzung auf unbestimmte Dauer festgelegt. In der Erklärung wurde ebenfalls wiederholt, dass es nur um die gestohlenen Waffen ginge.

Update: 17.36h: Polizei hat Kontrolle über „Morro da Providência“

Vor wenigen Minuten hat die Militärpolizei nach eigenen Angaben mit 200 Mann die Kontrolle über eine der neun Favelas übernommen, dem „Morro da Providência“. Der „Eroberung“ seien einige Schusswechsel vorausgegangen.

Update: 16.54h: / Update: 23.36h: 1 Toter – 2 Verwundete – über 200 Hinweise

Bei dem Einsatz des Militär in den Favelas von Rio de Janeiro hat es am Montag ein erstes Todesopfer gegeben. Der unbeteiligte 16-jährige Eduardo Santos da Silva wurde durch einen Querschläger getötet. Nach der ersten gerichtmedizinischen Untersuchung wurde er von einem Projektil 5.56mm Kaliber getroffen. Nun soll ermittelt werden, aus welcher Waffe der Schuss abgegeben wurde. Der Jugendliche wird bereits Mittwoch mittag beerdigt werden.

Inzwischen sind laut Aussage der brasilianischen Tagesszeitung „O Globo“ in den entsprechenden neun Vierteln mit 1.500 Mann 300 Soldaten mehr stationiert, als Brasilien im Rahmen des UN-Mandates nach Haiti geschickt hat. Und es stünden für Notfälle weitere 1.600 Mann bereit. Das Militär scheint bei der geringesten Gefahr das Feuer zu eröffnen. Vereinzelt hört man den ganzen Tag über aus den betroffenen Gebieten Schusswechsel. Laut Augenzeugen sollen bereits kleine Kinder durchsucht worden sein.

Am frühen Vormittag sind 2 Polizisten bei einem Schusswechsel mit Angehörigen der Drogenmafia verwundet worden. Beide wurde ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr besteht jedoch keine.

Offiziell sucht das Militär gemeinsam mit der Militärpolizei lediglich die Verantwortlichen für den Gewehrraub am vergangenen Freitag. „Wir wollen einfach nur unsere Gewehre wiederhaben“ wird ein Militärsprecher zitiert. Bislang sind in diesem Zusammenhang über 200 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Anwohner glauben jedoch verstärkt, dass hier ein Exempel statuiert werden soll. Die Massnahmen, bei denen ja auch der brasilianische Geheimdienst involviert ist, gingen weit über eine normale „Suchaktion“ hinaus.

Bildergalerie: Militäreinsatz im Wohnviertel

Nachfolgend einige Fotos aus den Stadtvierteln mitten in der Metropole von Rio de Janeiro, wo noch vor wenigen Tagen ausgelassen „Carnaval“ gefeiert wurde!

krieg in der favela

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Quelle: Terra, UOL, O Globo

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