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Rio: Reiche Kids überfallen Frau an Bushaltestelle

Datum: 24. Juni 2007
Uhrzeit: 14:02 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Fünf Studenten aus der Oberklasse haben am Samstag in Rio de Janeiro eine Hausangestellte überfallen, misshandelt und ausgeraubt. Die Frau musste in einem Krankenhaus ärztlich versorgt werden.

Die Kinder aus wohlhabenden Elternhaus leben in der luxuriösen Wohnanlage Parque das Rosas in Barra da Tijuca oder ähnlichen Objekten. Nach der Feier in einem anderen Stadtteil fuhr die Gruppe, die dort neben Alkohol auch Drogen konsumiert hat, zurück zur Wohnanlage, deren Appartmenthäuser dort mit wohlklingenden Namen wie Long Beach oder Palm Springs bezeichnet werden.

An einer Haltestelle auf der Avenida Lúcio Costa entdeckten sie dann die 32-jährige Hausangestellte Sirley Dias de Carvalho Pinto, die dort auf einen Bus nach Imbariê wartete, welcher sie nach Hause bringen sollte. Nach ersten Ermittlungsergebnisse wurde die Frau geschlagen und erlitt Verletzungen im Gesicht. Geraubt wurden ihr ein Mobiltelefon, 47 R$ (ca. 19 Euro), vier Schlüssel und ein Mobiltelefon. Nur durch die Geistesgegenwärtigkeit eines Taxifahrers, der das Autokennzeichnen des Fahrzeugs notierte (LOZ 6926) – einem schwarzen Gol – wurde eventuell schlimmeres verhindert und konnten die Täter ausfindig gemacht werden.

Drei Studenten, Felipe de Macedo Nery Neto (20), Júlio Junqueira (20) und Leonardo Andrade (20) wurden bis zum heutigen Sonntagnachmittag verhaftet, die Verdächtigen Rodrigo Bassalo und Rubens Arruda befinden sich noch auf der Flucht. Die Täter bestreiten die Tat nicht.

Vielmehr hätten sie zuerst gelacht und dann ausgesagt, dass doch gar nichts passiert sei, denn in Rio de Janeiro sei Raub und Mord doch Alltag und man hätte keine Konsequenzen zu befürchten. Sie wurden nun wegen versuchtem „latrocínio“ [Raubüberfall mit Tod des Opfers] angeklagt.

Je nach Schwere des Raubes wird diese Straftat in Brasilien nach §157 (3) des Strafgesetzbuches mit Haft zwischen 7 und 15 Jahren, bei Todesfolge mit Haft zwischen 20 und 30 Jahre bestraft.

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