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Gewalt in Rio: Auswanderer will Schussweste mitnehmen

Datum: 19. Juni 2007
Uhrzeit: 21:36 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Eine ungewöhnliche Anfrage beschäftigt derzeit die Mitglieder der Online-Community Brasilienfreunde.net: Darf man bei einem Umzug nach Rio de Janeiro eine schusssichere Weste mit einführen?

Diese Frage stellte in den vergangenen Tagen ein Mitglied namens „Daverj“ und wies zeitgleich darauf hin, dass er – Dave – erst in 3-5 Jahren Deutschland den Rücken kehren wolle, sich jedoch bereits jetzt schon darauf vorbereiten würde. Dave ist nach seinem Posting bereits seit mehreren Jahren mit seiner Freundin aus Rio de Janeiro zusammen. Er will nach seiner Übersiedlung dann das für Privatpersonen ungewöhnliche Kleidungsstück jedoch nur als zusätzlichen Schutz in einem klimatisierten Auto tragen.

Seine Freundin, die bereits seit 7 Jahren in Deutschland wohnt, sieht dies nach seinen Aussagen genauso. Zudem hat er nach eigenen Angaben schon entsprechende Erfahrungen gemacht. „Ich war 3-mal dort, beim letzten Mal habe ich einen Überfall in der ersten Reihe gesehen, wurde direkt geschossen und ich fühlte mich nicht so gut in einer Blechdose ungeschützt zu sein.“ (sic!) erklärt das Mitglied, welches daher „lieber ein paar Euros für eine Panzerung und Weste“ ausgeben will. Schaden könne es seiner Meinung nach ja nicht.

Die Reaktionen der anderen „Brasilienfreunde“ liessen selbstverständlich nicht lange auf sich warten. User „Neto“ glaubt, dass sich jede Polizeikontrolle „auf so einen Pausenclown“ freuen wird. Und ein Mitglied namens „loca“ merkte an, dass viele Opfer auch an Kopfschüssen sterben würden. Der Auswanderer in spe möge also den Helm nicht vergessen. Und für Mitglied „Bernado“ gibt es in Brasilien noch „Sonne ohne Ende“ Dadurch sei es unter der Weste „viel zu heiss“.

Dave ist nach eigenen Angaben die nächsten Tage noch in der Karibik und stand brasilienmagazin.net leider nicht für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Die Reaktion versucht jedoch weiterhin, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    brasilblogger

    Dieser obige Artikel ist natürlich mit viel Augenzwinkern geschrieben worden. Er soll auf keinen Fall die furchtbaren Auswirkungen der Gewalt in Rio de Janeiro verharmlosen. Aber ein bisschen Humor muss auch mal sein …

  2. 2
    rallep

    also nach neusten geruechten hier in parana, gibt es mittlerweile entsprechnde lojas am flughafen rio …grosse miltaryketten bieten dort alle moegliche ueberlebnsausruestungen an, wie handgranaten, westen , helme, panzerfaeuste usw.
    an den staenden der autovermietungen koennen mittlerweile panzer, jeeps und andere gelaendgaengige fahrzeuge gemietet werden.
    ausserdem sickert aus gut uninformierten kreisen durch, solle eine visumpflicht fuer rio engefuehrt werden. vorrausetzungen fuer die erteilung seien, eine abgeschlossene militaerische grundausbildung, sowie weiterfuehrende kurse, wie haeuserkapmf, einzelkaempferausbildung usw.

    in diesem sinne
    schoene urlaub 😉