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Human Rights Watch macht Regenwald-Mafia für Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes verantwortlich

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Ist die Mafia für die Waldbrände im Amazonasgebiet verantwortlich? (Foto: Handout/Daniel Beltrá/Greenpeace)
Datum: 18. September 2019
Uhrzeit: 20:19 Uhr
Ressorts: Panorama
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Eine Großzahl der Rodungen und Brände im Amazonas-Regenwald geht auf das Konto von kriminellen Netzwerken. Wer sich diesen entgegenstellt, ist Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt, wie es in dem von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag (17.) vorgelegten Bericht „Rainforest Mafias: How Violence and Impunity Fuel Deforestation in the Brazili’s Amazon“ heißt.

Dem brasilianischen Staat wirft Human Rights Watch unter anderem das Versäumnis vor, die Verbrechen angemessen zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die illegalen Machenschaften würden durch diese Straflosigkeit noch angespornt.

In dem Bericht sind 28 Morde, vier Tötungsversuche und über 40 Fälle von Morddrohungen dokumentiert, bei denen es laut HRW Beweise dafür gibt, dass die Verantwortlichen an illegalen Rodungen beteiligt waren. Die Opfer galten als „Hindernisse“ für die illegalen Machenschaften. Geschehen sind die 28 Tötungen in den vergangenen fünf Jahren. Aufgeklärt wurden von den Morden lediglich zwei.

Zitiert wird in der HRW-Studie ebenso die Comissão Pastoral da Terra (CPT). Sie hat in den vergangenen zehn Jahren über 300 Tötungen in der Amazonas-Region registriert. Gerichtsverfahren hat es indes nur in 14 Fällen gegeben.

„Wenn Brasilianer den Regenwald im Amazonasgebiet verteidigen, dann sind sie Bedrohungen und Angriffen durch kriminelle Netzwerke ausgesetzt, die in illegale Abholzungen verwickelt sind“, so Daniel Wilkinson von Human Rights Watch. Betroffen sind vor allem Indios und andere Bewohner des Regenwaldes sowie ebenso Kontrolleure der Umweltbehörden.

Nach den Recherchen der Menschenrechtsorganisation verfügen die Regenwald-Mafias über Kapital und ein ausgeklügeltes System. Die Lokalbevölkerung werde zur Holzentnahme und für die Rodungen angeheuert und arbeite oft unter menschunwürdigen Bedingungen. Die gerodeten Flächen werden abgebrannt, in Weiden verwandelt und verkauft. Bei den meisten Flächen handelt es sich dabei um öffentliches Eigentum. Zusammengearbeitet wird zudem mit Milizen, wie aus dem Bericht hervorgeht.

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