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Brasilien: Eine halbe Million Mädchen vorzeitig Mutter geworden

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Die Zahl von Teenager-Schwangerschaften in Brasilien ist weiterhin zu hoch (Foto: Ana Nascimento/MDS/Portal Brasil)
Datum: 07. Februar 2019
Uhrzeit: 18:13 Uhr
Ressorts: Panorama
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Über eine halbe Million Mädchen sind in Brasilien 2016 Mutter geworden. 24.000 von ihnen waren gerade einmal zwischen zehn und 14 Jahre alt. Jetzt soll erstmals eine Präventionswoche stattfinden, um auf das Problem der frühen Schwangerschaften aufmerksam zu machen.

Immerhin konnte laut dem brasilianischen Gesundheitsministerium zwischen 2004 und 2015 die Schwangerschaftsrate der zehn- bis 19-jährigen Mädchen um 17 Prozent verringert werden. Denoch ist die Zahl der frühzeitigen Schwangerschaften extrem hoch.

Von den 2016 neugeborenen Kindern waren 17 Prozent von Müttern im Jugend- oder Kindesalter. Die höchste Zahl der Kinder- und Jugendschwangerschaften werden mit 32 Prozent im ärmen Nordosten des Landes verzeichnet. Gefolgt wird dieser jedoch vom reicheren Südosten, in dem ebenso 32 Prozent der Schwangerschaften auf Jugendliche entfallen.

Einher geht mit den frühen Schwangerschaften nicht nur ein gesundheitliches Problem, wie Luciana Rodrigues Silva konstatiert. Sie ist Präsidentin der brasilianischen Vereinigung der Kinderärzte (SBP) und verweist neben der verlorenen Kindheit ebenso auf das soziale Problem. Häufig wird die Schule vorzeitig abgebrochen und schließt sich ein Kreislauf der Armut an.

Von der Vereinigung der Kinderärzte wird die Präventionswoche aktiv mit Informationen und Veranstaltungen unterstützt. Notwendig sei eine adäquate Aufklärung der Mädchen und Jungen, so Luciana Rodrigues Silva. Der Aufklärungsunterricht in Schulen wird allerdings von der Regierung des Präsidenten Jair Bolsonaro und Erziehungsminister Ricardo Vélez Rodríguez kritisiert.

Die vom Kongress im November vergangenen Jahres verabschiedete Aufnahme der Präventionswoche von frühzeitigen Schwangerschaften ins Jugendgesetz hat Bolsonaro indes im Januar unterzeichnet. Der Gesetzesvorschlag dazu stammt allerdings schon aus dem Jahr 2010.

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