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Neun Tote und hunderte Vermisste bei Dammbruch in Eisenerzmine

Sobrevoo da área atingida pelo rompimento da barragem em Brumadinho.

Datum: 27. Januar 2019
Uhrzeit: 10:05 Uhr
Ressorts: Panorama
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In Brasilien ist am Freitagmittag (25.) erneut ein Damm einer Eisenerzmine des Bergbauunternehmens Vale gebrochen. Rettungskräfte gehen von 150 bis 300 Vermissten aus. Bis zum Abend konnten neun Tote und sieben Verletzte geborgen werden.

Geborsten ist der Damm eines Abraumbeckens mit 12 Millionen Kubikmeter Volumen gegen 13 Uhr. Die dabei ausgelaufenen Schlamm-Massen haben unter anderem Werksgebäude und die zu dem Zeitpunkt mit Mitarbeitern gefüllte Werkskantine mitgerissen und unter sich begraben. Auch im Tal unterhalb der Mina Córrego do Feijão im Munizip Brumadinho des Bundesstaates Minas Gerais hat die Schlammlawine einen Streifen der Verwüstung hinter sich gelassen.

Allein vom Bergbauunternehmen Vale sind bis zum Abend noch 150 Mitarbeiter vermisst worden. Die Feuerwehr geht indes von weiteren Vermissten unter den Anwohnern und Besuchern der Umgebung aus.

Die Ursache des Dammbruchs ist noch ungeklärt. Nach Aussagen des Vale-Präsidenten Fábio Schvartsman haben jüngste Überprüfungen der Dämme keinerlei Probleme offengelegt.

Erst vor drei Jahren war es im ebenso im Bundesstaat Minas Gerais liegenden Munizip Mariana zu einer ähnlichen Katastrophe gekommen. Damals hat ein ein Dammbruch des Eisenerzunternehmens Samarco zu einer gewaltigen Schlammlawine von 50 Millionen Kubikmeter, 19 Toten, der Zerstörung mehrerer Siedlungen und des über 660 Kilometer langen Rio Doce geführt. Samarco gehört zum Bergbaukonzern Vale und der australischen BHP Billiton.

Sowohl in Mariana als auch im jetzt betroffenen Brumadinho wurden für den Bau der Dämme Abraum verwendet. Das wegen seiner geringen Kosten in Brasilien häufig angewendete System steht allerdings seit Jahren in der Kritik.

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