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Mehr Tote und Schußwechsel durch Militärintervention in Rio de Janeiro

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In Rio de Janeiro gehen Polizei und Militär erneut mit extremer Härte gegen die Drogenbanden der Stadt vor (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 22. August 2018
Uhrzeit: 20:45 Uhr
Ressorts: Panorama
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Sie sollte die Gewalt eindämmen. Jetzt hat eine Erhebung aber gezeigt, dass die Militärintervention in Rio de Janeiro bisher das Gegenteil bewirkt hat. Gestiegen ist die Zahl der Todesopfer und auch die der Schußwechsel.

Noch wird offiziell der Erfolg der Militärintervention vertreten. Dass die Gewaltrate gestiegen ist, wird mit der höheren Präsenz der der Sicherheitskräfte des Staates auf den Straßen begründet. Die Zahlen zeigen hingegen, dass das zusätzliche Aufkommen von Polizisten und Militär einen Anstieg der Krimnalität nicht verhindern konnte.

Nach den nun vom Institut für öffentliche Sicherheit (ISP) vorgelegten Zahlen hat sich die Gewaltrate in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Während zwischen Januar und Juli 2013 laut ISP 236 Menschen bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen sind, haben die Einsätze im gleichen Zeitraum dieses Jahres 895 Todesopfer verursacht.

Die höchste Zahl der Todesopfer wurde im Januar 2018 mit 157 verzeichnet, einem Monat vor Beginn der Militärintervention in Rio de Janeiro. Der Monat mit der zweithöchsten Todeszahl fällt allerdings in den Zeitraum der Militärintervention. Im Juni sind bei den Einsätzen 155 Menschen getötet worden.

Menschenrechtsorganisationen wie Human Right Watch und Amnesty International sprechen von Verletzungen der Menschenrechte und einem Versagen der Sicherheitspolitik, die auf Krieg statt auf Vorbeugung setzt. Bemängelt werden ebenso mangelnde Investitionen in die Ermittlungsarbeit. Lediglich zwölf Prozent der Verbrechen sind in den vergangenen sechs Monaten aufgeklärt worden.

Abgenommen haben hingegen die Raubüberfälle auf Frachtgut und die Autodiebstähle, wie aus der ISP-Statistik hervorgeht.

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