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Brasilien: Krise schürt Wohnungsproblem

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Viele Menschen leben in Brasilien in prekären Verhältnissen, da sie sich die ständig steigenden Mieten nicht mehr leisten können (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 29. April 2018
Uhrzeit: 15:17 Uhr
Ressorts: Panorama
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Die neueste Studie des brasilianischen Statistikamtes IBGE zeigt, dass die Wirtschaftskrise längst nicht überwunden ist. Laut der Studie können sich immer mehr Menschen keine Wohnung mehr leisten. Stattdessen leben sie kostenlos in Häusern, Anbauten und Wohnungen von Verwandten und Freunden.

Betroffen sind davon etwa sechs Millionen der insgesamt 69,8 Millionen Haushalte des Landes. Nach Angaben des Statistikamtes ist die Zahl der kostenlosen „Mieter“ 2017 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen. In ihrem eigenen Haus oder Wohnung leben hingegen 73,4 Prozent der Familien. 17,6 Prozent sind gemietet.

Handy und Fernseher scheinen vielen Brasilianern wichtiger, als eine Waschmaschine. Laut der IBGE-Studie landet die Wäsche lediglich in 63,8 Prozent der Haushalte in der Waschmaschine. Einen Fernseher gibt es hingegen in 96,8 Prozent und mindestens ein Handy in 92,7 Prozent aller Haushalte Brasiliens.

Über ein eigenes Auto haben im vergangenen Jahr 47,6 Prozent der Familien verfügt. In 22,4 Prozent der Haushalte gab es Motorräder und in 10,8 Prozent beides.

Kaum Verbesserungen sind beim Abwasser erreicht worden. Nach wie vor ist die Zahl der an ein öffentliches Kanalsystem angeschlossenen Gebäude gering. 2016 lag sie bei 65,9 Prozent und 2017 bei 66 Prozent. Ein Anschluß an das Kanalsystem bedeutet allerdings nicht, dass das Abwasser in einer Kläranlage aufbereitet wird. 21,1 Millionen Haushalte haben statt einen Kanalanschluß eine Versatzgrube und bei etwa zwei Millionen Häusern gibt es nicht einmal eine Versatzgrube.

Etwas besser sieht es bei der Trinkwasserversorgung aus. Immerhin gelangt das Trinkwasser mittlerweile in 85,7 Prozent der Haushalte über die öffentliche Versorgung. Täglich Wasser ist aus den Hähnen 2017 jedoch nur in 86,7 Prozent der angeschlossenen Haushalte geflossen. Verantwortlich gemacht wird dafür vor allem die Dürre im Zentralen Westen. Die hat zu Rationierungen und einem Rotationssystem geführt.

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