Jetzt Wintersonne buchen und zahlreiche Frühbuchervorteile nutzen (Gutscheine uvm.)

Rio de Janeiro: In 12 Monaten vom Glanz der Olympiade zur Agonie

olympia-park

Aus dem Olympia-Park in Rio de Janeiro ist sämtliches Publikum verschwunden (Fernando Frazão/Agência Brasil)
Datum: 08. August 2017
Uhrzeit: 18:09 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 1 Kommentar

Vor einem Jahr hat sich Rio de Janeiro bei den olympischen Spielen von seiner besten Seite präsentiert. Jetzt stehen die Stadien leer, erreichen die Gewaltexzesse erschreckende Zahlen, hat der Touristenstrom abgenommen und zeigt sich die Stadt am Zuckerhut in Agonie. Geblieben ist von dem Glanz der Olympiade nicht viel.

Viel war versprochen worden. Eingehalten wurde nur ein Teil. Viele der Einrichtungen, die eigentlich der Öffentlichkeit übergeben werden sollten, stehen leer oder werden kaum genutzt. Der Parque Radical war mit seiner Kanuanlage und BMX-Bahn als Freizeitanlage und zum Training von Extremsportarten gedacht. Seit Dezember vergangenen Jahres ist er geschlossen. Gleichzeitig verursacht er indes monatliche Unterhaltskosten von 200.000 Euro. Gleich mit zwölf Millionen Euro im Jahr schlagen die Stadien im Parque Olímpico da Barra zu Buche. Auch dort finden nur hin und wieder Events statt.

Das 40 Millionen Euro teure Velódromo ist vor wenigen Tagen bei einem Brand beschädigt worden und ebenso vorübergehend geschlossen worden. Ein ehrgeiziges Projekt war für eine der Arenas des Parque Olímpico vorgesehen. Sie sollte abgetragen und andernorts mit dem Material vier Schulen gebaut werden. Sie stehen allerdings immer noch am gleichen Platz, wie vor einem Jahr.

Bundesstaat und Stadtverwaltung fehlt schlicht das Geld. Schon vor Beginn der Olympiade hatte Rio de Janeiro den finanziellen Notstand erklärt. Der wirkt sich in allen Bereichen aus. Gehälter der öffentlichen Angestellten werden nicht gezahlt, Kultureinrichtungen stehen vor dem Aus und Streifenwagen fehlt das Benzin.

Ein positives Erbe der olympischen Spielen gibt es aber doch: den olympischen Boulevard in der Hafenregion der Stadt. Die wurde mit dem Projekt „Porto Maravilha“ gelungen revitalisiert und zieht noch heute mit dem Museu do Amanhã und anderen Einrichtungen Touristenströme und Bewohner an.

P.S.: Werden Sie jetzt Fan vom brasilien Magazin auf Facebook! Oder folgen Sie uns einfach auf Twitter!

© 2005 - 2017 brasilien Magazin. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Caratinga

    Hier sieht man die Politik der PT, investieren ohne Sinn und Verstand.
    Das schlimme ist die Politiker haben hier schön die Taschen gefüllt und der kleine Mann muss dafür Bluten.
    Diese Spiele hätten nie in Brasilien durchgeführt werden dürfen, incl. der WM.
    Dieses Geld hätte man besser in fehlende Infrastrukturen stecken müssen, d.h. Strassen, Schulen, Ausbildung usw.