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Fall João Hélio: Wegen Handy am Überfall teilgenommen

Datum: 13. Februar 2007
Uhrzeit: 12:16 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der 16-jährige hat an dem Raubüberfall vergangener Woche in Rio de Janeiro, bei dem der 6-jährige João Hélio Fernandes zu Tode geschleift wurde, nur teilgenommen, weil sein 23-jähriger Bruder ihm dafür ein Mobiltelefon versprochen hatte.

Dies habe der Jugendliche bei ersten Vernehmungen ausgesagt. Sein Bruder habe ihm zudem erklärt, dass er bei einer Verhaftung mit maximal 2 Monaten Strafe in einer Besserungsanstalt für Jugendliche zu rechnen habe. Nur daher hätte er bei der Tat mitgeholfen.

Die Räuber hatten vergangene Woche die Familie überfallen und das Auto geraubt. Während Mutter und Schwester bereits ausgestiegen waren, hing der 6-jährige João noch neben dem Auto im Sicherheitsgurt fest, als die Täter losfuhren. Er wurde über 7 Kilometer von den kaltblütig handelnden Tätern mitgeschleift und konnte nur noch tot aufgefunden werden.

Alle Täter konnten aufgrund anonymer Hinweise inzwischen gefasst werden. Den erwachsenen Tätern drohen bis zu 30 Jahren Haft, der Jugendliche muss mit einer Höchststrafe von 3 Jahren rechnen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    rallep

    rübe runter …ohne mitleid…aus diesem grund weltweite wiedereinfuehrung der todestrafe..ohne ewige berufungsverfahren wie in den usa…gutes beispiel irak..innerhalb 30 tagen muss vollstreckt werden

  2. 2
    andres

    Wo bleibt bitte noch die ultimative Forderung, jeden Zweifler an den Mittelaltermethoden gleich mit auf den Scheiterhaufen zu stellen oder geteert und gefedert durch die Stadt zu jagen? Tut mir leid, wer auf Gewalt nur mit noch höherer Gewalt reagiert, verdient es, wenn er dann selbst im Chaos endet. Denn die wirklich Verantwortlichen an der Misere, die keine Autos überfallen müssen, um sich fremdes Eigentum in die Taschen zu füllen, können sich die Hände reiben, denn jetzt fragt keiner mehr nach den mensaleiros und sanguessugas. Solange die nicht für ihre Verbrechen vor Gericht kommen, werden sie ohnehin auch die härtesten Gesetze heimlich hintertreiben, denn bei ihren Betrügereien helfen ihnen ja allzu oft Handlanger , deren Macht auf Drogenhandel, Autoklau usw. beruht. Chega de impunidade já! Solange nicht alle Straftaten wirklich untersucht und auch die Auftraggeber im Hintergrund bestraft werden, enden auch rigorosere Gesetze als Papiertiger.
    Übrigens, warum gab es mal den Schlachtruf Freiheit oder Tod?! Weil der Tod viel angenehmer war als das Leiden in Gefangenschaft. Häftlinge sollten nicht auf Staatskosten verpflegt, bekleidet und untergebracht jahrelang Zeit haben, um sich gegenseitig ihre „Erfahrungen“ beizubringen. Ab mit denen auf die Zuckerrohrfelder, in die Salinen, Bergwerke, zum Staudammbau, aber ohne dabei einen Cent zu verdienen. Der Mehrwert daraus gehört in die Bildung und zur Unterstützung der Armen, die ohne Gewalt ihre Familien ernähren, die arbeiten wollen.

  3. 3
    rallep

    das hat nichts mit mittelalter zutun, sondern ist einfach meine meinung und die vieler anderer auch wie ich hier ( in brasilien) in letzten tagen in unterhaltungen festgestellt habe. aber natuerlich rufen solche aussagen wieder die sozialquatscher auf den plan..schwere kindheit, keine chancengleichheit..rassismus..naja was soll man dazu sagen zu einem land in dem es organisationen wie den weissen ring geben muss damit opfer ueberhaupt unterstuetzung bekommen..ein land das opfer zu taeter und taeter zu opfer macht..in einem land in dem sexuallstraftaeter urlaub bekommen um noch mehr frauen und kinder zuvergewaltigen, klar das ist gerechtigkeit und sozialer fortschritt

  4. 4
    rallep

    und zum thema unterschlagung zutun..was ar…backen mit kuchenbacken zutun..damals als der graf lambsdorf wegen steuerhinterziehnung dran war ( und der sitzt heute immer noch als abgeordneter in bundestag)ist auch nicht halb deutschland losgerannt und hat kinder hinter autos hergescheift, und gesagt wenn die steuern hinterziehen kann ich auch autos klauen…komisch das alle solche sozialsprueche drauf haben bis es ihren eignen kindern oder frauen passiert..dann ist aber das gejammer gross

  5. 5
    andres

    Schön, deine Meinung, ich habe eine andere und stehe damit auch nicht alleine. Die Tochter einer Freundin in BH hat letztes Jahr einen Bauchschuss erlitten, bala perdida, nie aufgeklärt. Die Familie durfte sich damit begnügen, dass die Tochter ja noch Glück hatte, überlebte. Der Fall wurde behandelt wie ein Ladendiebstahl. Der Ex-Schwager einer Freundin, Rentner und Familienvater, in Via Velha/ES ist am Dienstag überfallen und ermordet worden, ein Mann, den sie sehr schätzte. Trotzdem richten sich Wut und Schmerz beider Frauen weniger gegen angeblich zu lasche Gesetze, sondern gegen die Tatsache, dass die bestehenden Gesetze vielfach gar nicht zur Anwendung kommen, weil Täter immer wieder gedeckt werden, da sie sonst kriminelle Aktivitäten bei staatlichen Organen, Polizei etc. aufdecken könnten oder einfach der Wille, die Mittel oder was auch immer fehlt, die Taten aufzudecken. Und wieso können denn Bandenchefs aus dem Gefängnis heraus ohne Probleme ihre Gangs kommandieren, Anschläge planen, den Drogenhandel außer- wie innerhalb der Gefängnisse abwickeln? Wer soll da ernsthaft glauben, dass Todesstrafe für 16-Jährige oder 30 Jahre Knast für 12-Jährige auch nur ein My an der Situation ändern. Wenn’s dann die ersten Vollstreckungen gibt und trotzdem die Gewalt nicht aufhört, was soll dann kommen? Standrecht? Ausnahmezustand? Alle Favelas abfackeln, wie es in einem anderen Forum zu lesen war. Na toll! Das Ende wäre dann – siehe Irak. Und das Gejammer noch größer.
    Und dass die Deutschen nicht „Vorbildern“ wie Lambsdorff folgen würden, ist doch auf dem besten Wege, ein Ammenmärchen zu werden. Die Bereitschaft, den Staat auszutricksen, wächst auch in D stetig an, kein Wunder, wenn der Staat selbst auch immer neue Verschwendungsrekorde aufstellt. Da fehlt dann nur noch der Vergleich Hartz IV – Hartz Sex (alias Adriana Barros u.a.), und der feine Herr sitzt noch nicht mal ein. Tolles Vorbild!

  6. 6
    Karlchen

    Diese Dreckschweine, die das getan haben, würde ich eigenhändig verbrennen. Ganz einfach. Scheißegal welche Sozialplapperer ich damit gegen mich aufbringe. {edit} xxxxxxxxxxx {edit}

    Derbe Wortwahl, beleidigende und rassistische Äusserungen werden hier trotz allem nicht geduldet. der brasilblogger!

  7. 7
    andres

    Harte Polemik, OK, man muss auch mal hart diskutieren könne, siehe ganz oben. Rassisten und – hier sogar wörtlich – geistige Brandstifter sind für mich aber kaum besser als solche brutalen Killer. Bei der Wortwahl ist ja wohl auch deutlich, dass es dem doch gar nicht um das Opfer geht. Wäre der Junge selbst aus einer Favela gewesen, hätte er vielleicht bloß mit den Achseln gezuckt: Selber schuld…
    Was „Sozialplapperer“ angeht: Mit Leuten, die Schwerstverbrecher angestrengt therapieren wollen usw. habe ich auch nichts am Hut; meine Meinung ist da manchem auch zu radikal: ab in den Steinbruch, arbeiten hoch drei. Strick, Giftspritze, elektrischer Stuhl? Das ist maximal eine halbe Stunde Leiden und aus. Viel zu wenig, solche Brutalos müssen jahrzehntelang spüren, was sie wert sind – nicht mal ne Kugel, aber härteste Arbeit bei sengender Hitze.