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Mutter bietet Baby in Facebook zur Adoption an

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In Brasilien hat eine junge Frau über Facebook Adoptiveltern für ihr ungeborenes Kind gesucht (Foto: Reproduktion Facebook)
Datum: 25. März 2015
Uhrzeit: 09:28 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare

Eine 20-jährige Brasilianerin hat über Facebook ihr noch ungeborenes Baby zur Adoption angeboten. Die bereits zweifache Mutter ist im fünften Monat schwanger und sieht sich nach eigenen Angaben nicht in der Lage, ein weiteres Kind aufzuziehen. Darüber hinaus ziehe sie eine Adoption einem Schwangerschaftsabbruch vor, begründet die Schwangere Medienberichten zufolge ihr Angebot in dem sozialen Netzwerk.

„Suche ein Paar, das ein Baby adoptieren will, bin schwanger, bin nicht in der Lage das Kind großzuziehen, wer sich interessiert, kann mich anrufen“, schrieb die junge Frau am Sonntag (22.) auf Facebook und veröffentlichte dabei zugleich ihre Telefonnummer. Für ihren ungewöhnlichen Aufruf nutzte sie eine Facebook-Gruppe für den Kauf und Tausch von für gebrauchte Dinge. Auf Nachfragen von Internetnutzern erklärte sie, dass sie vom Kindsvater nur wenig Unterhalt zu erwarten habe und daher nicht ihr Leben mit der Erziehung des Kindes verbringen wolle.

Laut Medien soll die als Putz- und Haushaltshilfe arbeitende Frau bereits Adoptiveltern gefunden haben. Eingeschaltet haben sich mittlerweile jedoch auch amtliche Stellen. Vom Staatsanwalt heißt es, dass die Schwangere sich mit ihrem Post nicht strafbar gemacht hat. Kriminell sei es, ein Neugeborenes in den Müll zu werfen, so der Staatsanwalt der Stadt Poconé. Allerdings verweist er auch darauf, dass für Adoptionen rechtliche Wege eingehalten werden müssen. Kinderklappen gibt es in Brasilien keine. Entscheiden sich Schwangere dazu, ihr Kind zur Adoption freizugeben, müssen sie während der Schwangerschaft unter anderem psychologisch betreut werden. Nach der Geburt wird das Neugeborene einem Heim übergeben und erst dann werden anhand einer Warteliste die Adoptiveltern ausgewählt. Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Brasilien verboten.

Der Fall ist an das zuständige Jugendamt weitergeleitet worden, das bereits mit der jungen Frau Kontakt aufgenommen hat. Beim Jugendamt soll sie allerdings keine Unbekannte sein, wie es heißt.

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