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Grausamer Akt von Mord und Kannibalismus schockiert ganz Brasilien

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Datum: 13. April 2012
Uhrzeit: 12:52 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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Ein grausiger Fall von Kannibalismus erschüttert derzeit Brasilien. Im Nordosten des Landes wird ein Trio verdächtigt, zahlreiche Frauen getötet und anschliessend teilweise gegessen zu haben. Zudem sollen der 52-jährige Mann, seine gleichaltrige Ehefrau sowie eine Frau im Alter von 25 Jahren das Menschenfleisch dazu verwendet haben, die als „Empanadas“ oder „Coxinhas“ bekannten frittierten Teigtaschen herzustellen. Diese seien dann in der Kleinstadt im Bundesstaat Pernambuco verkauft worden, so die lokale Polizeibehörde.

Laut den ersten Erkenntnissen der Polizei gehörte das Trio einer radikalen Sekte namens „Cartel“ an. Diese verfolge die „Reinigung der Welt“ und einen „Bevölkerungsrückgang“. Zudem gäbe es das Ziel, jedes Jahr mindestens drei Frauen zu töten. Bislang wird den Verdächtigen die Ermordung von zwei Frauen vorgeworfen, die Zahl der Opfer könnte jedoch noch deutlich ansteigen. Lokale Medien berichten von bis zu acht ermordeten Frauen. Die mutmaßlichen Täter wurden am vergangenen Dienstag (11.) verhaftet, nachdem Beamte auf dem Grundstück Überreste von bislang zwei Frauen entdeckten, die dort vergraben waren.

Wie der ermittelnde Kommissar Demócrito Oliveira weiter ausführte, seien die späteren Opfer zunächst mit der Aussicht auf eine Arbeitsstelle als Kindermädchen angelockt worden. Während des „Bewerbungsgespräches“ wurden sie dann erstochen und zerteilt. Direkt danach hätten die Täter zunächst das Blut getrunken worden, anschließend habe man sich von den Opfern vier Tage ernährt. Dabei seien vor allem Teile der Oberschenkel, des Gesäßes und der Arme verwendet worden, der Rest wurde vergraben. Verschiedene Körperteile seien jedoch auch für einige Zeit im Kühlschrank für den späteren Verzehr aufgehoben worden, so Oliveira weiter.

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Zudem befürchten die Ermittler, ein weiteres grausiges Detail entdeckt zu haben: bei den mutmaßlichen Tätern wurde ein heute fünfjähriges Kind angetroffen. Es soll die Tochter einer Frau aus Olinda sein, welche vermutlich bereits 2008 ermordet wurde. Mutter und Kind sind nach Angaben von Verwandten zu diesem Zeitpunkt spurlos verschwunden. Die jüngere Frau des Trios soll zudem die Identität des Opfers angenommen haben. Das Mädchen ist inzwischen in der Obhut des Jugendamtes. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind mit Menschenfleisch gefüttert wurde, womöglich sogar mit dem der eigenen Mutter.

Der 52-jährige Mann soll zudem ein mit Illustrationen versehenes Buch über die Taten geführt haben. Auch persönliche Daten über die Lebensumstände sollen darin enthalten sein. Er sei Sportlehrer und haben einen schwarzen Gürtel in Karate. Zudem werde der Kannibalismus ausführlich beschrieben. Das Trio habe das Fleisch der Opfer gegessen, um die „Seele zu reinigen“, so lokale Medien.

Eine der nun im Garten des Hauses entdeckten Leichen gehört zu einer Frau, die seit Februar dieses Jahres als vermisst galt. Die andere Frau verschwand Mitte März. Den Tätern kam man auf die Spur, als einer der verschwundene Frauen eine Kreditkartenabrechnung zugestellt wurde und man die Aufnahmen der Sicherheitskameras der Geschäfte auswertete, wo die Karte eingesetzt wurde. So konnte man die Verdächtigen schließlich identifizieren. Zeugen hatte zudem bestätigt, dass die Frau in dem Haus des Trios gesehen wurden.

Eine lückenlose Aufklärung des Falles scheint momentan mehr als zweifelhaft. Vor allem die noch andauernden Arbeiten der Spurensicherung wurden massiv behindert, nachdem ein wütender Mob von Anwohnern bereits kurz nach der Verhaftung der Verdächtigen das Haus und damit den mutmasslichen Tatort zahlreicher Morde in Brand gesteckt hatte. Wann die Gräueltaten erstmalig begannen ist noch völlig unklar. Gesichert ist jedoch, dass das Trio vor der Festnahme bereits weitere Morde geplant hatte.

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  1. Gut das ich in Brasilien nichts gegesen habe “Empanadas mit Menschenfleisch“ stehen nicht auf meinen Speiseplan.