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Rio de Janeiro ist Meister der Morde

Datum: 22. September 2006
Uhrzeit: 15:33 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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So Makaber die Überschrift auch klingen mag, so traurig ist sie auch. Und das Online-Magazin terra.com.br titelte nämlich ähnlich: „Rio de Janeiro é campeão em mortes no País„!

Im vergangenen Jahr registrierte der Bundesstaat Rio de Janeiro die meisten Todesfälle durch Gewaltkriminalität in Brasilien. 9.467 Morde wurden verübt und damit kommen 61.5 Morde auf 100.000 Einwohner. Allerdings sind dies 4% weniger als 2004 – da waren es 9.854 Morde – so dass ich getrost auch die Überschrift „Mordrate in Rio de Janeiro gesunken“ hätte wählen können.

Auf dem 2 Platz liegt im übrigen der Bundesstaat São Paulo mit 7.640 gezählten Morden und einem Index von 18.9 Morden je 100.000 Einwohner. Somit liegt die Wirtschaftsmetropole unter dem Bundesdurchschnitt. Ganz Brasilien hat nämlich einen Index von glatt 22.2, gegenüber 22.5 in 2004.

Die Stadt Rio de Janeiro konnte einen Rückgang verzeichnen. 2005 wurden in der Metropole am Zuckerhut 3.539 erstochen, erschossen, erschlagen, 2004 waren es noch 4.174 gewesen.

Aber nur weil die Mordrate gesunken ist, ist noch lange keine Entwarnung in Sicht. Die Kriminalität steigt weiterhin, es kommen dabei eben nur weniger Menschen ums Leben.

Der gesamte Bericht (116 Seiten, 2.8MB) steht im Internet HIER als PDF-Dokument der Öffentlichkeit zur Verfügung.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Jeronimo

    Das interessiert niemand in Brasilen, ob einer ausgeraubt oder ermordet wird. Ob der Typ provoziert hat oder nicht, ist total egal. Fakt ist, dass jedes Jahr Dutzende von Besuchern in Rio und anderswo überfallen werden, teilweise brutal getötet werden. Bin zig-mal in Brasilien gewesen, doch innerhalb von 2 Wochen zweimal in Rio überfallen worden. Ich provoziere niemanden, doch es ist ganz normales Risiko dort. Einmal Messer an der Kehle in Copacabana, das andere Mal mittags um 12 Uhr die Knarre am Kopf in Ipanema, dort wollte man mein Auto rauben und mich einfach tot aus dem Auto fallen lassen. Bin froh, dass ich überlebt habe.

    Die Brasilianer juckt das alles nicht allzu viel. Ich liebe das Land, doch VORSICHT ist angesagt. Viele Auslander überleben das nicht. Viele Brasilianer auch nicht. Rio ist schrecklich schön, und saugefährlich. Da kann man mit Never-come-back-Airlines buchen und das Rückflugticket sparen. Nochmals : ich mag das Land und die Leute, doch ich empfehle Rio nicht als Ziel für Urlauber.

    Was für ein Aufstand nun wegen Lügen-Paula gemacht wird, ist fast schon unerträglich. Der Holocaust-Minister, ein unfähiger Lula, und die Masse des Volkes beben vor Zorn über eine angeblich misshandelte Lügen-Paula. Dabei werden jeden Tag in diesem Land Dutzende von Menschen bestialisch umgebracht und die Mesnschenrechte der Unterprivilegierten permanent verletzt. Daran sieht man die falsche, manipulierbare Moral vieler Menschen dort. Lügen-Paula wird zum Symbol gegen die ach so bösen Europäer. Während man sich in den TV-Shows die neuesten Methoden über Silikonlippen und Fettabsaugung, etc., ansieht, sterben ein paar Kilometer weiter Jugendliche in den Kugeln der Drogendealer oder Kinder verhungern, bzw. sterben verwahrlost.

    Aber Hauptsache, dass Lügen-Paula in der Schweiz unrecht und mies behandelt wurde. So kann das Gewissen der Brasilianer gut schlafen gehen.