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Nach Unwetter-Katastrophe: mehr als 550 Tote – Staatstrauer in Brasilien

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Datum: 15. Januar 2011
Uhrzeit: 11:25 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro in Brasilien, Sérgio Cabral, hat nach der verheerenden Naturkatastrophe mit mehr als 550 Toten sieben Tage offizielle Trauer für seinen Bundesstaat ausgerufen. Cabral unterzeichnete am Freitag ein entsprechendes Dekret, welches am Montag (17.) durch die Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft tritt. Auch in der Hauptstadt Brasília rief Staatspräsidentin Dilma Rousseff zum Gedenken der Opfer des Unwetter-Desasters eine dreitägige Staatstrauer vom gestrigen Freitag (14.) bis zum Sonntag (16.) aus.

Derweil wurden die Bergungsarbeiten in den Städten Teresópolis und Petrópolis am Samstagmorgen wieder aufgenommen, nachdem die Suche nach noch vermissten Personen in den Nachtstunden aufgrund von Stromunterbrechungen eingestellt werden musste. Hier kamen nach offiziellen Zahlen bislang insgesamt 281 Menschen durch die gewaltigen Überschwemmungen und Schlammlawinen ums Leben.

In Nova Friburgo, wo bislang 248 Tote zu beklagen sind, waren die Suchmannschaften hingegen die ganze Nacht weiter im Einsatz. Noch immer sind in der Region rund 100 Kilometer nördlich der Millionenmetropole Rio de Janeiro ganze Dörfer und Viertel der betroffenen Städte von der Außenwelt abgeschnitten und warten weiter auf die Ankunft der Rettungskräfte.

Zudem sollen nach letzten Informationen rund 40.000 Haushalte der Region seit nunmehr 4 Tagen ohne Strom ausharren, die zuständigen Stadtverwaltungen haben inzwischen an die entsprechenden Fabrikanten appelliert, Kerzen zu spenden. Auch wurde am Freitag durch einen erneuten Erdrutsch eine wichtige Verbindungsstraße blockiert, was die Bergungs-, Aufräum- und Reparaturarbeiten weiter verzögern wird.

Nachfolgende Infografik zeigt die erschreckend hohen Opferzahlen in den fünf betroffenen Städten Petrópolis, Teresópolis, São José do Vale do Rio Preto, Nova Friburgo und Sumidouro. Die Fluten und Erdrutsche der vergangenen Woche ist die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte Brasiliens. Sie übertrifft bei weitem das Desaster von Caraguatatuba an der Küste des Bundesstaates São Paulo, wo 1967 nach tagelangen Regenfällen und dadurch ausgelösten Erdrutschen insgesamt 436 Personen ums Leben kamen.

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