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Gay-Parade 2010 in São Paulo rechnet mit 3,2 Mio. Besuchern

gay-saopaulo

Datum: 04. Juni 2010
Uhrzeit: 17:56 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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São Paulo in Brasilien ist am kommenden Sonntag (06.06.) erneut Schauplatz der grössten Schwulenparade der Welt. Auf der Avenida Paulista werden dann rund 3,2 Millionen Schwule, Lesben, Transsexuelle und Transvesiten erwartet, die unter der Regenbogenflagge für Gleichberechtigung und sexuelle Vielfalt demonstrieren. Ausgerichtet wird die jährliche Parade vom grössten Schwulenverband des Landes GLBT (Lésbicas, Gays, Bissexuais, Travestis e Transexuais) sowie der Stadt São Paulo.

Letztere hat die bereitgestellten Gelder für den diesjährigen Umzug kräftig aufgestockt. Statt 600.000 Reais werden in diesem Jahr knapp 1 Million Reais (ca. 435.000 Euro) in die Sicherheit und Infrastruktur während das Spektakels investiert. Die Parade lockt alleine rund 400.000 Touristen an, welche laut der zuständigen Behörde etwa 80 Millionen Euro in der Stadt lassen. „Die Parade ist ein geschlossener Event, modern, welcher die menschliche Vielfalt unserer Stadt repräsentiert und mit den Farben ihrer Flagge den Respekt für die Menschenrechte vermittelt ganz abgesehen von den touristischen und wirtschaftlichen Vorteilen“ so der städtische Leiter für Angelegenheiten der sexuellen Vielfalt.

In Brasilien finden in diesem Jahr allgemeine Wahlen statt, unter anderem werden Staatspräsident, Senat und Abgeordnetenhaus neu bestimmt. Daher lautet des Motto der Parade auch „Wählt gegen die Homophobie: Verteidigt die Bürgerrechte“. Die Verantwortlichen wollen damit nach eigenen Angaben die Bevölkerung sensibilisieren, für Kandidaten zu stimmen, welche sich eindeutig dafür einsetzen, die Rechte der Homosexuellen oder sonst anderweitig sexuell orientierten Personen zu garantieren.

Rund 3.000 Militärpolizisten sind bei der „14ª Parada do Orgulho GLBT“ im Einsatz, unterstützt werden sie von 700 städtischen Sicherheitskräften. Für die Touristen wird extra eine Gruppe mehrsprachiger Polizeikräfte in die Menge geschickt, um spanische, englische und französische Besucher notfalls zu unterstützen. 17 gigantische Lautsprecherwagen sorgen für die richtige Stimmung. Aber auch die Umwelt soll bei der Massenveranstaltung geschont werden. Die Veranstalter wünschen sich eine „ökologisch korrekte Parade“. So wurden 900 Chemieklos aufgestellt, 70 davon sind behindertengerecht.

Foto: DANIEL KFOURI/AFP/Getty Images

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