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Müll lässt grüne Meeresschildkröte in Brasilien grausam verenden

In Brasilien sind durch zunehmende Umweltverschmutzung erneut grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas) qualvoll verendet. Die Tiere sind nach ihrer Reise von Afrika vor der Küste Brasiliens auf Nahrungssuche, fressen jedoch auch immer wieder Abfälle wie Plastikteile oder Reste von Fischnetzen, die sich in Algen verfangen. Über 100 Tiere starben bereits in diesem Jahr.

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Veröffentlicht: 8. November 2009 um 12:09h | Aktualisiert: 8. November 2009 um 12:09h
Abgelegt unter: Allgemein

meeresschildkröte-normalIm brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul sind in der vergangenen Woche erneut grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas) der Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen. Vom Strand von Cassino im Süden des Bundesstaates wurden sieben Tiere ins “Zentrums zur Betreuung von Meerestieren” CRAM gebracht, fünf davon starben. Die Wissenschaftler des dem Ozeanischen Institut angeschlossenen Projektes untersuchten die Todesursache und machten die gewohnt erschreckende Entdeckung: der gesamte Verdauungsapparat war voller Müll.

Die Tiere kommen regelmässig im brasilianischen Frühjahr und Sommer von Afrika an die Küste Südamerikas. Nachdem sich das Wasser im Atlantik langsam erwärmt, finden sie hier ausreichend Nahrung in Form von Seegräsern und Algen. Doch diese sind immer häufiger mit Abfällen durchsetzt. So fanden die Forscher Plastikteile und Reste von Fischnetzen im Magen und Darmtrakt der imposanten Meeresbewohner, die bis zu 1,5 Meter lang und über 200 Kilogramm schwer werden können.

Laut einer Studie der staatlichen Universität von Rio Grande do Sul betrifft dies rund 85 Prozent aller an der Küste des Bundesstaates aufgefundenen Tiere. Nur selten können die Meeresschildkröten, die früher aufgrund ihres schmackhaften Fleisches extrem gejagt wurden und heute und Schutz stehen, dann noch gerettet werden. Meist verenden sie jedoch qualvoll an einem der vielen Strände der Region.

Mit den jüngsten Fällen hat sich in diesem Jahr die Zahl der toten Tiere inzwischen auf 102 erhöht.

Foto: WikiMedia

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