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Olympia in Brasilien: Rio de Janeiro fast schon im 2. Wahlgang siegreich

sieg-rio-2016

Datum: 02. Oktober 2009
Uhrzeit: 17:01 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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sieg-rio-2016Granz Brasilien jubelt nach der Zitterpartie in Kopenhagen. Dabei hätte Rio de Janeiro schon fast im zweiten Wahlgang die weiteren verbliebenen Konkurrenten Tokio und Madrid auf die Plätze verwiesen. Nur drei Stimmen fehlten der ‚cidade maravilhosa‘ dabei für die erforderliche absolute Mehrheit. Doch so musste die Entscheidung im letzten Wahlgang fallen. Die genauen Abstimmungsergebnisse wurden erst nach Wahlende bekannt gegeben, so dass der Ausgang bis zur letzten Bekanntgabe vollkommen ungewiss war.

Nach den vom IOC veröffentlichten Zahlen kam die Millionenmetropole unter dem Zuckerhut im ersten Wahlgang auf 26 Stimmen und lag damit sogar knapp hinter Madrid (28 Stimmen). Abgeschlagen waren bereits Tokio mit 22 Stimmen und Chicago mit 18 Stimmen. Die Heimatstadt von US-Präsident Barack Obama schied dadurch überraschend bereits in der ersten Runde aus. Viele hatten zuvor einen spannenden Showdown zwischen Chicago und Rio de Janeiro (mehr…) erwartet. besonders da Obama extra für eine in seinem Heimatland nicht unumstrittene Kurzvisite angereist war.

Im zweiten Wahlgang votierten dann schon deutlich mehr für den Tourismusmagneten in Brasilien. Rio de Janeiro kam auf 46 Stimmen und hat damit um drei Stimmen die absolute Mehrheit verfehlt, die den vorzeitigen Sieg bedeutet hätte. Madrid kam auf 29 Stimmen, Tokio lediglich auf 20 Stimmen und schied dadurch ebenfalls frühzeitig aus.

Der dritte und entscheidende Wahlgang ging dann jedoch klar an Rio de Janeiro. 66 IOC-Mitglieder gaben der brasilianischen Metropole ihre Stimme, 32 favorisierten die Olympiade in der spanischen Hauptstadt, die vor allem mit ihren technischen Voraussetzungen punkten konnte. Die Befürworter von Madrid hatten dabei zudem offensichtlich keine Probleme, die Spiele nach 2012 in London direkt darauf abermals in Europa zu sehen.

Der klare Sieg der Sambametropole setzt aber auch Zeichen. Im fünften Anlauf hat das aufstrebenden Brasilien die Spiele endlich ins Land geholt, zudem erstmalig nach Südamerika. Dafür waren gewaltige Anstrengungen nötig, wie Präsident des nationalen olympischen Komitees, Carlos Nuzman auf der anschliessenden Pressekonferenz bestätigte. Man habe sogar die Pläne für die pan-amerikanischen Spiele im Jahr 2007 geändert, um nun siegreich zu sein, erklärte er freudig erregt. Sein Dank galt vor allem dem brasilianischen Dreamteam aus Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva, Sportminister Orlando Silva, Gouverneur Sergio Cabral und Bürgermeister Eduardo Paes. Keiner hätte seit den Pan2007 auch nur einen Tag Urlaub gehabt und ausschliesslich für den Erfolg gekämpft. Präsident Lula musste während der Ansprache dabei mit den Tränen kämpfen.

Rio de Janeiro erreicht die Herzen der IOC-Mitglieder

Und diese echten Emotionen, die sich zunächst nach der Bekanntgabe des Zuschlags für das wichtigste Sportereignis der Welt (mehr…) in überschwänglichem Jubel manifestierten, haben einen Grossteil zum Erfolg beigetragen. Denn Brasilien verstand es, die Leidenschaft in ihren Präsentationen zu übermitteln, die im Land tatsächlich gelebt wird und damit die Herzen der IOC-Mitglieder zu erreichen. „Lebt eure Leidenschaft“, „die Leidenschaft vereint uns“ sind auch die Slogans der kurzen Videoclips, untermalt mit Sambaklängen, Lebensfreude und sogar ein wenig Karneval. Und natürlich den wunderschönen Bildern der ‚cidade maravilhosa‘ mit ihren Traumstränden.

Über den Subkontinenten kann man in der kommenden Dekade also nun gar nicht mehr hinwegsehen, findet 2014 zudem die Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Und für das Olympiajahr rechnen Ökonomen damit, dass das grösste Land Südamerikas dann die fünftgrösste Wirtschaftsmacht der Welt sein wird. Schon heute liegt Brasilien auf Rang 10.

Foto: Ricardo Stuckert / PR

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