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Gefährliche Untermieter

Datum: 23. März 2006
Uhrzeit: 19:46 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Viele Untermieter haben wir hier in Brasilien. Hebinho im Süden Bahias kann davon ja auch ein Lied singen. Käfer, Ameisen, Geckos, Spinnen, Motten um mal einige zu nennen. Andere haben sogar mit Schlangen und anderem zu kämpfen.

Nun, meine Frau machte mich vor ein paar Tagen auf ein paar Eier an einem Fenster aufmerksam. Keine Ahnung warum ich sie nicht direkt weggemacht habe. Ich denke, sie erschienen mir nicht gefährlich. Und heute ruft mich Vilma zu sich und zeigt mir die Eier. Um die inzwischen leeren Eier (14 Stück) sassen nun kleine putzige Tierchen (11 Stück) herum. Meine Frau war ganz aufgeregt. Ständig sind Worte wie „Zecken“, „Epedemie“, „Tod“, „Krankheit“ und „gefährlich“ gefallen. Also habe ich sie erst einmal fotografiert und dann hat meine Frau sie „abgefackelt“, im wahrsten Sinne des Wortes. Ausser den dreien, die schon ausgeflogen waren, haben sich auch noch zwei oder drei vor der Zeitungspapierfeuerfront retten können. Die Gefahr lebt also noch und diese Vorstellung begeistert meine Frau nicht unbedingt!

Jetzt habe ich erst einmal mit den Angaben meiner Frau nachgeforscht. Man will ja wissen, mit was man es denn letztendlich zu tun hat. Und ich bin auf ganz interessante Dinge gestossen: Es sind keine Zecken, denn die haben immer acht Beine. Die Viecher auf dem Foto scheinen jedoch sechs Beine zu haben – und Fühler!

Jetzt wurde aber von meiner Frau noch „Doença de Chagas“ in den Raum geworfen, eine in Süd- und Mittelamerika weit verbreitete Infektionskrankheit, in Deutschland unter dem Namen Chagas-Krankheit bekannt. Dafür ist der vom Insekt übertragene Parasit „Trypanosoma cruzi“ verantwortlich. Wobei dieser „Menschenfreund“ wiederum durch Raubwanzen übertragen werden soll. Und die haben 6 Beine – und Fühler! 3 Sorten gibt es, die hauptsächlich den Parasiten übertragen. Bilder gibt es hier, hier und hier!

Ich glaube also jetzt, dass es sich dabei um eine der 25.000 Wanzenarten handelt. Ob diese Art hier nun tatsächlich gefährlich ist, konnte ich bis jetzt nicht ermitteln. Meine Frau ist nun ein bisschen ängstlich, weil ja 5-6 Stück entkommen sind. Es wäre schön, wenn ich ihr zeigen könnte, dass es sich dabei um harmlose Zeitgenossen, also Pflanzensauger und nicht um blutsaugende Bettmonster handelt, die tödlich verlaufende Krankheiten übertragen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Hebinho

    Ist tatsächlich eine der unendlich vielen Wanzenarten. Und wie beim „Dengue“-Moskito bedeutet das reine Vorhandensein noch nicht. dass es automatisch ein Virenträger ist!

    Eure possierlichen Tierchen sind außerdem noch „jungfräulich“ und hatten daher noch keinen Kontakt zu einem Virenträger. Aber was noch nicht war, kann höchstens bei den drei „Entfleuchten“ noch kommen!

    Bei mir sitzt seit 2 Tagen eine Wanze im Rizinusstrauch vor dm Fenste und bewegt sich wegen des Regens nicht von der Stelle (siehe http://www.vidabrasileira.blog.de).

  2. 2
    digdigger

    Bei Stinkwanzen sagt meine Frau gar nix, bzw. „Die sind ja ungefährlich!“ Die entfleuchten sucht sie immer noch. Das sie überhaupt noch schlafen kann …. :mrgreen:

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